Feb 1
Nacktscanner wird zum Körperscanner
In Grossbritannien sind die ersten im Einsatz
In Großbritannien werden seit Montag Flugreisende mit Körperscannern durchleuchtet. Die ersten Geräte kamen am größten Flughafen des Landes in London-Heathrow sowie am Airport in Manchester zum Einsatz, wie die Flughäfen mitteilten.
Die Geräte wurden zunächst an je einem Terminal stichprobenartig genutzt. Passagiere, die zu einem Scan gebeten wurden, durften bei einer Weigerung nicht das Flugzeug besteigen. Grund für die Entscheidung zum Einsatz der Scanner war das vereitelte Flugzeug-Attentat von Detroit Ende vergangenen Jahres.

Feb 1
Bundesfinanzministerium will gestohlene Schweizer Bankdaten kaufen
Im Streit über den Umgang mit Schweizer Bankdaten möglicher deutscher Steuerbetrüger schließt das Bundesfinanzministerium einen Kauf nicht aus.
Ein Ministeriumssprecher sagte, die Entscheidung “wird auf der Linie dessen liegen, was Bund und Länder im Liechtensteiner Fall entschieden haben”. Sie werde zügig fallen.
Zuvor hatten sich mehrere CDU-Politiker für den Kauf ausgesprochen. Auch SPD und Grüne sind dafür, den Informanten zu bezahlen. Er verlangt laut Medienberichten 2,5 Mio. Euro für die CD.
Zur Zeiten der DDR waren Verkäufe von Gefangenen an den Westen ein fixer Posten im Budget des kommunistischen Regimes, ob das bei der Schweiz und Liechtenstein ähnlich ist?
Feb 1
Irak: Bombenanschlag auf Pilger in Bagdad - mindestens 41 Tote
(apa) Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger in Bagdad sind am Montag mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. 106 weitere Personen wurden verletzt, hieß es aus Kreisen des Innenministeriums. Eine Selbstmordattentäterin hatte sich unter den Pilgern in die Luft gesprengt, die in die Stadt Kerbala zogen, um dort das schiitische Gedenkfest Arbaeen zu begehen.
Die Pilger waren auf dem Weg nach Kerbala und hatten im Norden der Hauptstadt eine Pause eingelegt. Die heilige Stadt der Schiiten liegt rund 110 Kilometer südlich von Bagdad. Seit einigen Tagen gehen Hunderttausende Pilger nach Kerbala, wo die Schiiten am 5. Februar, dem 40. Tag nach dem Ashura-Fest, an den Tod des Imams Hussein erinnern. Der Enkel des muslimischen Propheten Mohammed war im Jahr 680 von Truppen des sunnitischen Kalifen Yazid in Kerbala getötet worden.
Jan 31
Hilfe für Haiti - die Kehrseite der Medaille
USA stoppen Aufnahme Verletzter
Die USA haben die Aufnahme verletzter Haitianer gestoppt. Grund ist vermutlich ein Streit über die Begleichung von Arztkosten. Schon seit Mittwoch würden keine Haitianer mehr von der US Luftwaffe ausgeflogen, teilte Hauptmann Kevin Aandahl mit.
Aandahl zufolge haben sich mehrere Staaten unwillig gezeigt, für die Behandlungskosten aufzukommen. Deshalb sei ein Transport der Opfer selbst in kritischen Fällen unmöglich geworden.
Wohltätigkeit nach Art der USA: Das US Gesundheitssystem operiert sich gesund und andere Staaten zahlen die saftigen US Honorarforderungen! Bleibt das Geld aus, ist dem US Regime das Schicksal der Haitianer egal, auch wenn sie verrecken!
Jan 27
Uli Hoeneß will nicht zur WM nach Südafrika fahren
Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist die Vergabe der WM nach Südafrika “eine der größten Fehlentscheidungen” von FIFA-Präsident Sepp Blatter. “Ich fahre da nicht hin, ich war nie ein großer Freund einer WM in Südafrika oder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind”, sagte Hoeneß bei einer Ehrung im Münchner Rathaus.
Derweil nimmt der Ticket-Verkauf für die WM Fahrt auf: In der dritten Verkaufsphase wurden rund 1 2, Mio. Anträge gestellt. Damit sind etwa zwei Drittel aller Tickets abgesetzt.
Jan 24
Barack Obama beisst nicht die Hand die ihn füttert
Immer wieder kann man jetzt in den Medien lesen:
“Barack Obama weiss, dass er die Hand nicht beißen darf, die ihn füttert. Der Präsident weiß sehr genau, wem er den grandiosen Wahlsieg vor Jahresfrist zu verdanken hat: Die jetzt von ihm gescholtenen Finanzhäuser waren es, die ihm mit großzügigsten Spenden den Weg ins Weiße Haus geebnet haben.”
Also bitte hier sehen einige Kolumnisten die Lage aber ganz falsch. Nicht die Finanzhäuser waren es die Obama zum Präsidenten gemacht haben, sondern die Mehrheit der Amerikaner die ihm ihre Stimme gegeben hat. Die Finanzhäuser samt ihren Haus- und Hofschreiberingen überschätzen sich wohl in ihrer Bedeutung.
Zum Anderen ist Barack Obama sicher nicht daran interessiert, als derjenige Präsident dazustehen, der für das grösste Banken- und Finanzdisaster verantwortlich ist. Es ensteht tatsächlich der Eindruck, als würde die Finanzbranche nur einen Schuldigen suchen, der von ihren eigenen Fehlern ablenkt und für die Krise verantwortlich gemacht werden kann. Was jetzt an Regulierungen den grossen Bankhäusern bevosteht, ist gar nichts Neues. Schon Andre Kostolany hat vor 30 Jahren gesagt:
“Eine Großbank darf nicht nur ein gewinnbringendes Unternehmen sein. Sie ist eine Versorgungsgesellschaft wie eine Eisenbahn oder ein Stromlieferant. Unter keinen Umständen darf sie - egal, welche Profite dabei herausspringen - gegen die Interessen der Allgemeinheit handeln. Die meisten Großbanken betreiben aber ein für die Weltwirtschaft sehr schädliches Geschäft: die Spielerei.”
Andre Kostolany war einer der erfolgreichsten Investoren und Börsenspekulanten.
Jan 17
Chaos auf Haiti, Bevölkerung lyncht Plünderer
Weiterhin chaotische Zustände nachdem die ersten Hilfslieferungen eingetroffen sind. Reporter berichteten am Sonntag von mehreren Lynchmorden in der Hauptstadt Port-au-Prince. In einem Fall setzten Anwohner einen mutmaßlichen Dieb in Brand. Andernorts eröffnete die Polizei das Feuer auf eine Gruppe von Plünderern und tötete mindestens einen.
Ein Helfer beschrieb die chaotische Situation: “Es gibt kein Trinkwasser und keine Lebensmittel in Port-au-Prince, die Menschen müssen auf der Straße schlafen und stehen unter Schock”, erklärte er. “Die Situation ist unhaltbar. Die Toten liegen auf der Straße und ein Verwesungsgeruch hängt über der Stadt.”
Temperaturen um die 30 Grad beschleunigten die Verwesung der in den Straßen liegenden Leichen und erhöhten die Seuchengefahr. Hoffnung auf Überlebende besteht weiter: Am Tag vier der Katastrophe habe man in Port-au-Prince 50 Verschüttete geborgen.
Bei dem Erdbeben am Dienstag kamen nach jüngsten Schätzungen der haitianischen Regierung bis zu 50.000 Menschen ums Leben. Rund 250.000 wurden demnach verletzt, etwa 1,5 Millionen Menschen sind obdachlos.
Um die schlechte Sicherheitslage in den Straßen der Hauptstadt zu verbessern, würden nun 3.500 US-Soldaten die UN-Friedenstruppe sowie die örtliche Polizei verstärken, erklärte Haitis Präsident Rene Preval.
Jan 15
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Quelle: FIA.com
Jan 15
Nach Erdbeben auf Haiti - Hoffnungslosigkeit
Drei Tage nach dem Erdbeben in Haiti kämpfen die Menschen ums Überleben. In der Hauptstadt Port-au-Prince fehlt es an Nahrung und Trinkwasser. Während die Überlebenden in den Straßen von Port-au-Prince bei Temperaturen um 30 Grad weiter mit bloßen Händen nach Opfern gruben, standen internationale Rettungsteams vor massiven logistischen Problemen. Nach Schätzungen des Roten Kreuzes kamen bis zu 50.000 Menschen ums Leben.
“Wenn die internationale Hilfe nicht kommt, wird sich die Lage schnell verschlimmern”, sagte ein Überlebender in der haitianischen Hauptstadt. “Wir brauchen dringend Wasser und Lebensmittel.” Ein anderer klagte: “Wir hören im Radio, dass Rettungsteams von außen kommen, aber nichts kommt.”
Nach UN-Angaben würden am dringendsten Ärzte zur Versorgung der Verletzten gebraucht sowie Leichensäcke für die schätzungsweise 50.000 Toten.
Ein verärgerter Mann streckte seine Faust nach einem ausländischen Medienteam aus und rief: “Mehr Ärzte, weniger Journalisten!” Die Verzweiflung richtete sich auch gegen die Regierung: “Wir haben keinerlei Führung”, rief eine Frau. Diese ist wegen der Zerstörungen nahezu regierungsunfähig. Jean Robert Saget, haitianischer Botschafter in Deutschland, vermutet mehrere Minister unter den Toten.
Nach UN-Angaben sind in Haiti rund 3,5 Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen - das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Wie das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) mitteilte, verloren in Port-au-Prince rund 300.000 Menschen ihr Obdach. Nach UN-Angaben sind auch 36 eigene Mitarbeiter unter den Toten. An großen Plätzen der Stadt errichteten die Überlebenden provisorische Lager und kämpften mit Gebeten und Gesängen gegen die Verzweiflung an.
Der Luftraum über Haiti war am Freitag überfüllt. Ein US-Militärflugzeug und zehn zivile Flugzeuge kreisten über der Hauptstadt und warteten auf freie Landebahnen. Den USA wurde erlaubt, auch den Luftraum über Kuba zu nutzen.
Die Weltbank will einen langfristiegen Wiederaufbaufonds für Haiti einrichten. Die EU berief einen Sondergipfel ein.
- Chaos nach Erbeben auf Haiti - Hilfslieferungen laufen an
- Erdbeben in Haiti - Tausende Tote befürchtet
Jan 14
Chaos nach Erbeben auf Haiti - Hilfslieferungen laufen an
Tote können nicht geborgen werden, für zahllose Verletzte fehlt die medizinische Versorgung: Die Zustände in der vom Erdbeben erschütterten Millionenstadt Port-au-Prince sind chaotisch.
Nach dem Erdbeben in Haiti herrschen in der Millionenstadt Port-au-Prince chaotische Zustände. Tote konnten zunächst nicht geborgen werden, für zahllose Verletzte gab es keine medizinische Versorgung. Während das ganze Ausmaß der Katastrophe noch unklar war, lief in aller Welt die Hilfe für die Überlebenden an.
Der haitianische Staatspräsident Preval sagte dem Fernsehsender CNN, das Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht zu fassen. Wahrscheinlich seien Tausende Menschen ums Leben gekommen. Es sei aber noch zu früh, um eine genaue Zahl zu nennen. Einen Tag nach dem Erdbebens liefen Überlebende am Mittwoch wie betäubt auf den Straßen umher, vorbei an Leichen und Trümmern. Viele trauerten um Angehörige und Freunde. Einsatzkräfte suchten in eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten.
Unter den Todesopfern ist der 63-jährige Erzbischof Miot, der in seinem Büro erschlagen wurde. Mindestens 16 UNO-Mitarbeiter kamen ums Leben, bis zu 150 weitere werden noch vermisst, darunter auch der tunesische Leiter der UNO-Friedensmission, Hedi Annabi. Auch das Hauptgefängnis von Port-au-Prince stürzte ein.
Viele Länder haben Bergungsteams und Hilfslieferungen entsandt. Frachtflugzeuge bringen Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente nach Port-au-Prince. Die USA beorderten einen Flugzeugträger nach Haiti. US-Außenministerin Clinton brach ihre Pazifikreise ab, um den Hilfseinsatz der USA zu koordinieren.
Unterdessen hat die Weltbank angekündigt, 100 Mio. Dollar Nothilfe bereitzustellen. 10 Mio. kommen von der UNO, 1,5 Mio. Euro gibt die Bundesregierung.
(apa,n24)