Archive for October, 2009
Dietmar Beiersdorfer wird neuer sportlicher Leiter von Red Bull

Salzburg - Jetzt ist es offiziell: Der Deutsche Dietmar Beiersdorfer soll die Fußball-Abteilung von Red Bull weiter an die internationale Spitze heranführen. “Das ist eine spannende Aufgabe”, meinte Beiersdorfer, der mit seiner Familie nach Salzburg ziehen und von dort aus die Fäden ziehen wird. Der 45-Jährige hatte bis Juni beim HSV gearbeitet. Die Kompetenzen von Beiersdorfer reichen weit über Salzburg hinaus. Der deutsche Ex-Profi ist Chef des gesamten Fußball-Engagements des Konzerns, das neben dem Bundesliga-Club in Salzburg auch Red Bull New York, den deutschen Fünftligisten RasenBallsport Leipzig sowie Akademien in Ghana und Brasilien beinhaltet.
In welcher Funktion Salzburg-Sportchef Heinz Hochhauser dem Club erhalten bleibt, war vorerst unklar. “Für mich weiß ich bereits, wie es weitergeht”, hatte der langjährige Bundesliga-Trainer schon vor Wochen erklärt.
Seit Wochen war Beiersdorfer in Salzburg großes Thema. Der einstige HSV-Sportchef hatte bereits Ende August erste Gespräche mit Dietrich Mateschitz geführt, war zuletzt auch mit dem Red-Bull-Eigentümer im Stadion.
Beiersdorfer hatte sich im Juni nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand vom HSV getrennt. Davor war der studierte Betriebswirt seit 2002 erfolgreich als Sportdirektor bei den Hamburgern tätig. Daher ist er auch bestens mit der Philosophie des aktuellen Salzburg-Trainers Huub Stevens bekannt, der von Februar 2007 bis Sommer 2008 in der Hansestadt arbeitete.
Beiersdorfer soll bei dem österreischischen Erstligisten erneut mit Trainer Huub Stevens zusammenarbeiten, mit dem Niederländer hatte er bis zu dessen Abschied im Sommer 2008 bereits beim HSV eineinhalb Jahre lang erfolgreich gewirkt.
“Didi Beiersdorfer hat beim HSV hervorragende Arbeit geleistet”, versicherte Stevens. “Die Zeit, in der ich mit ihm beim HSV zusammengearbeitet habe, war eine sehr schöne Zeit”, sagte Stevens.
Als Spieler war Beiersdorfer 1993 mit Werder Bremen gemeinsam mit Andi Herzog deutscher Meister. Davor hatte der Verteidiger nach seinem Debüt unter Ernst Happel lange Zeit für den HSV gespielt.
Afghanistan: Immer mehr Verluste bei den ISAF-Truppen
Anschlag:Bundeswehrsoldat getötet
Ein 24 Jahre alter Bundeswehrsoldat ist in Afghanistan getötet worden.
Er sei bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.
Bei den amerikanischen Truppen kam es in den vergangenen Tagen zu schweren Kämpfen mit 8 getöteten US-Soldaten.
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Graphic © iCasualties.org
Iran: IAEO-Kontrolle in Uranfabrik
Fortschritt bei den Verhandlungen über die Kontrolle der iranischen Kernkraftanlagen.
Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) erhalten noch in diesem Monat Zugang zu der neuen iranischen Uran-Anreicherungsanlage.
Die Inspektoren sollen die Anlage in der Nähe der Stadt Ghom am 25. Oktober besichtigen, wie IAEO-Chef ElBaradei mitteilte. Die Gespräche mit dem iranischen Chefunterhändler Salehi seien erfolgreich gewesen, so ElBaradei.
Erst am Donnerstag waren die monatelang ausgesetzten Verhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland wieder aufgenommen worden.
Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro
 
Historischer Triumph für Rio de Janeiro, deftiges Debakel für Chicago, schwere Niederlage für US-Präsident Barack Obama: Die 121. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am Freitagabend in Kopenhagen die Stadtschönheit an der Copacabana zum Sieger im Vierkampf um die Olympischen Spiele 2016 gekürt. Zugleich schmetterten die Olympier den Versuch von Chicago und Obama ab, das bedeutenste Sportfest zum fünften Mal in die USA zu holen. Selbst die Fünf-Stunden-Blitzvisite des charismatischen Präsidenten brachte Chicago am Ende nicht den gewünschten Erfolg - sensationell blieb der Mitfavorit bereits im ersten Wahlgang auf der Strecke.
Als IOC-Präsident Jacques Rogge den Gewiner der Milliardenspiele um 18.50 Uhr proklamierte, wollte der brasilianische Jubel im riesigen Kongresszentrum von Kopenhagen kein Ende finden. Rio setzte sich im entscheidenden dritten Wahlgang gegen Madrid durch. Nach Chicago war Außenseiter Tokio im zweiten Durchgang ausgeschieden. Kurz nachdem Rio das Rennen gemacht hatte, bejubelten an der Copacabana vor riesigen Leinwänden mehr als 100.000 Menschen den Olympiasieg im fünften Anlauf. Obama war da längst mit der Air Force One auf dem Rückflug seines 21-stündigen Ausflugs.
Sumatra: Mehr als 1000 Erdbeben-Opfer
Nach dem schweren Erdbeben in Sumatra geht die Suche nach Überlebenden weiter.

In der Großstadt Padang suchten die Helfer mit Baggern und teils mit bloßen Händen in den Trümmern. Vielerorts fehlt es an geeigneten Geräten, um Beton und Geröll beiseite zu schaffen. Außerhalb Padangs ist die Lage völlig unübersichtlich. Viele Straßen sind von Erdrutschen verschüttet.
Nach Regierunsgangaben wurden bislang 770 Tote geborgen. Die UNO geht von zu 1100 Todesopfern aus.
Sizilien: Mindestens 17 Tote bei Erdrutsch
Bei schweren Unwettern und Schlammlawinen in Süditalien sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen und hunderte weitere verletzt worden. Mindestens 35 Personen gelten nach Überschwemmungen und Erdrutschen als vermisst, wie der Krisenstab der Behörden im Osten Siziliens mitteilte. Da einige Gegenden der Insel zunächst nicht zugänglich waren, rechneten die Behörden mit weiteren Opfern.

© Carmelo Imbesi/AP
Zwei der Toten, ein 40 und ein 70 Jahre alter Mann, seien von Schlamm und Müll bedeckt südlich von Messina gefunden worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Gegend um Messina sei am stärksten von den Unwettern betroffen. Nach Behördenangaben fielen innerhalb von nur drei Stunden 250 Millimeter Niederschlag. In manchen Ortschaften türmte sich der Schlamm nach Angaben von Augenzeugen bis zu sieben Meter hoch. Die Behörden riefen den Notstand aus.
Die meisten Toten und Schwerverletzten wurden aus zwei Gebäuden geborgen, die von einer Schlammlawine erdrückt wurden, wie ein Sprecher des Zivilschutzes sagte. Das Ausmaß der Zerstörungen war nach Einschätzung der Behörden vorerst “unkalkulierbar”.
Nach einem Erdrutsch waren die Autobahn südlich von Messina und die Eisenbahnstrecke zeitweise nicht passierbar. Mehr als 60 Verletzte konnten nicht auf dem Landweg ins Krankenhaus gebracht werden, sondern mussten zunächst zum Strand und von dort mit Booten zum Hafen von Messina gebracht werden. Die Schwerverletzten wurden mit dem Hubschrauber weiter in die Kliniken geflogen.
Tausende Tote nach Erdbeben auf Sumatra befürchtet
Die Opferzahl nach dem schweren Erdbeben vor Indonesien ist auf mindestens 467 gestiegen. Tausende sind auf der Insel Sumatra nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde noch unter Trümmern eingeschlossen. Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer nach der Tsunami-Katastrophe auf den Samoa-Inseln auf 149.
Die Regierung schickte bereits zwei Transportflugzeuge mit Zelten, Medikamenten und Nahrungsmitteln in die besonders betroffene Großstadt Padang auf Sumatra. Unterwegs sind auch Vertreter zahlreicher Hilfsorganisationen. Viele Zufahrtsstraßen zu der Region sind durch Erdrutsche verschüttet.
Bei dem Erdstoß der Stärke 7,6 stürzten allein in der Stadt Padang Hunderte Gebäude ein, darunter ein Krankenhaus. Viele Straßen sind verschüttet, vor allem in entlegenere Gebiete konnten noch keine Rettungstrupps vordringen. In der Nacht erschütterten neue Erdstö-ße mit einer Stärke von 6,8 die Insel.
Die Zahl der Todesopfer nach der Tsunami-Katastrophe auf den Samoa-Inseln stieg mittlerweile auf mindestens 149. Allein im westlichen Teil der Inselgruppe wurden bisher 110 Tote geborgen. In den verwüsteten Straßen und eingestürzten Häusern suchten Einsatzkräfte weiter nach Überlebenden und Opfern. Nach der von einem Seebeben der Stärke 8,0 bis 8,3 ausgelösten Flutwelle werden noch zahlreiche Bewohner vermisst.
Militärmaschinen brachten auch Ärzteteams auf die Samoa-Inseln. Aus Neuseeland trafen Gerichtsmediziner ein, die bei der Identifizierung von Toten helfen sollen.
Trotz einer Warnung des Pazifischen Tsunami-Zentrums auf Hawaii hatten die Menschen nur zehn Minuten Zeit, sich vor der Riesenwelle in Sicherheit zu bringen. In Amerikanisch-Samoa, im Osten der Inselgruppe, trafen eine Viertelstunde nach der Warnung vier Tsunamis ein, die vier bis sechs Meter hoch waren und bis zu 1,5 Kilometer weit die Küste überrollten.