Archive for November, 2009
Kommt das Ende der Spielekonsolen? Entwickler setzen auf Server-basierende Internet-Spiele
Spielekonsolen wie Sonys Playstation 3 oder die Microsoft XBox 360 stehen über kurz oder lang vor dem Aus - so sieht das zumindest der Präsident des Spieleentwicklers Square Enix. In einem Interview mit dem britischen Branchendienst MCV sprach Yoichi Wada davon, dass das was man heute als Konsolen kenne, in 10 Jahren nicht mehr existiere.
Die Spieleszene entwickle sich aktuell bereits in eine andere Richtung. So sieht der Chef des japanischen Entwicklers die Zukunft von Spielen deutlicher in Internet-Spielen, Server-basierenden Titeln. Darum werde der Konzern sich künftig stärker auf die Entwicklung solcher Titel konzentrieren und will unter anderem mit der Beta von Final Fantasy XIV mehr Erfahrungen im Online-Markt machen.
Während früher die Hardware-Plattform das Grundgerüst für Spiele darstellten, sei es künftig das Netzwerk. Dienste wie Playstation Network oder XBox Live hätten entsprechende wegweisende Richtungen bereits vorgegeben. So sieht Yoichi Wada als logische Konsequenz, dass Social-Network- und Browser-Games deutlicher zulegen werden.
Mit dieser Meinung scheint Square Enix und deren Tochter EIDOS nicht alleine zu sein. Die Firma Playcast Media überdenkt künftig Spiele unabhängig von Konsolen anzubieten, welche mittels Settopboxen per Streaming gespielt werden können. Activision und Electronic Arts sollen daran bereits Interesse bekundet haben.
Quelle: HT4U
Fussball: Irland will als 33.Mannschaft zur WM nach Südafrika
Ungewöhnliche Bitte: Nach dem Skandalspiel in Frankreich und dem Scheitern in der WM-Qualifikation will Irland als 33.Mannschaft im kommenden Jahr zur WM nach Südafrika reisen. Das sagte FIFA-Chef Joseph Blatter in Johannesburg.
Der Irische Verband FAI habe der FIFA einen Brief geschrieben und gefragt: “Können wir bei der WM Team Nr.33 sein?” Die FIFA will den Antrag am Mittwoch behandelt. Die Iren hatten nach einem Handspiel von Thierry Henry die Qualifikation für die WM 2010 verpasst. Eine Wiederholung der Partie hatte die FIFA bereits abgelehnt.
Schwache EU lässt US-Schnüffler europäische Bankdaten ausspionieren
Die EU-Innenminister leisteten sich einen “Umfaller” und haben trotz Kritik einiger Staaten das umstrittene Bankdaten-Interimsabkommen mit den USA genehmigt.Ā Deutschland, Österreich, Ungarn und GriechenlandĀ enthielt sich der Stimme.
Das SWIFT-Abkommen ermöglicht US-Terrorfahndern auch weiterhin den Zugriff auf Überweisungsdaten europäischer Bürger und Unternehmen. Die USA dürften die europäischen Daten nicht an Drittstaaten weitergeben.
Das Abkommen greift entscheidend in die Rechte der europäischen Bürger ein. Die Amerikaner sollten kein Anrecht darauf haben, unter dem Schutzmäntelchen der Terrorismusbekämpfung Einblick in die Bankdaten der europäischen Bürger zu nehmen, und das ohne ausreichende strenge Rechtsgrundlage.
Scharfe Kritik an Minarett Abstimmung in der Schweiz
Das Bauverbot für Minarette in der Schweiz ist in der EU auf scharfe Kritik gestoßen. Der schwedische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Carl Bildt nannte das Votum der Schweizer vom Sonntag ein “negatives Signal”. Der französische Außenminister Kouchner warf den Schweizern Intoleranz vor. Applaus für das Schweizer Stimmvolk gab es dagegen von Europas Rechtspopulisten.
Während die EU-Kommission jeglichen Kommentar zur Entscheidung des “souveränen Drittstaates” Schweizer verweigerte, nahmen sich EU-Minister kein Blatt vor den Mund. “Das ist ein Ausdruck von ziemlich vielen Vorurteilen”, sagte Ratsvorsitzender Bildt am Montag. “Ich finde es ein bisschen seltsam, so etwas per Referendum zu entscheiden”, sagte auch der schwedische Integrationsminister Tobias Billström.
Deutliche Kritik kam vom Europarat. Das Votum gebe Anlass zu “tiefer Besorgnis” und könnte das “Gefühl des Ausgeschlossenseins” bei Muslimen verstärken, warnte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, Lluis Maria de Puig. Zum Europarat, dessen Mitglied die Schweiz ist, gehört auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Bern droht nun in Straßburg einer Klage wegen Verletzung der Religionsfreiheit.
In Italien forderte die rechtspopulistische Lega Nord als “starkes Signal” gegen die “pro-islamische Ideologie” gar, das Kreuz auf der italienischen Fahne einzuführen.
Die Schweizer hatten am Sonntag mit 57,5 Prozent der Stimmen für einen Verfassungszusatz zur Untersagung von Minarett-Bauten gestimmt. Hinter der Initiative steht die SVP, die in Minaretten einen Ausdruck islamischen Machtanspruchs erkennt. Von den 7,5 Millionen Einwohnern der Schweiz sind 400.000 Muslime. Derzeit stehen vier Minarette in der Eidgenossenschaft.
Kristina Köhler: Ledig, kinderlos, Hardlinerin, Familienministerin - geht das gut?
Die neue Familienministerin Kristina Köhler hat sich bislang als Fachpolitikerin für Islam, Integration und Extremismus hervorgetan. Mit teilweise deutlichen Wortmeldungen gilt sie bei Kritikern als konservative Hardlinerin. Andere sehen in ihr einen neuen unabhängigeren Politikertyp.
Bei der Bundestagswahl schaffte die 32- Jährige den Einzug in den Bundestag erstmals über ein Direktmandat in Wiesbaden. Köhler hat seit 2002 ein Mandat. In ihrem Wahlkampf 2009 setzte sie unter anderem auf das Thema Integration.
Im Bundestag war die Hessin Mitglied im Innenausschuss und Berichterstatterin ihrer Fraktion unter anderem für Integration, Terrorismus und Extremismus. Außerdem war sie Obfrau der CDU/CSU im BND-Untersuchungsausschuss.
Köhler studierte in Mainz Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Im vergangenen Februar schloss sie ihre Promotion beim Politikwissenschaftler Jürgen Falter ab.
Fazit: Polarisierung vorprogrammiert.
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Gangsterflucht: Fluchtauto in Mülheim gefunden - Einer der Ausbrecher gefasst
Die Polizei hat einen der beiden aus der Justizvollzugsanstalt Aachen entflohenen Gefangenen festgenommen. Der Mann wurde in in Mülheim an der Ruhr gefasst, nachdem Passanten den Fluchtwagen am Vormittag um 10.15 Uhr in einer Seitenstraße gefunden und die Polizei alarmiert hatten.
Einer der Täter hielt sich in der Nähe auf und wurde um 11.03 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Es handelt sich um den 50-jährigen Michael Heckhoff. Der 46-jährige Peter Paul Michalski ist weiter auf der Flucht, wie die Polizei Köln mitteilte.
Die beiden Männer hatten das Auto am Samstag von einem Ehepaar in Essen gestohlen, das Ehepaar hatten sie am Samstag längere Zeit in ihrer Gewalt. Die Schwerverbrecher seien “mit den beiden unterwegs gewesen”, sagte ein Polizeisprecher. Nähere Angaben machte er nicht. Berichten zufolge fuhren die beiden Straftäter am Samstagabend mit dem Ehemann in dessen Wagen in ein Mülheimer Waldgebiet und ließen ihn dort frei.
Nachdem er sich bei der Polizei gemeldet hatte, wurde ein landesweiter Großalarm ausgelöst, der bis Mitternacht dauerte. Dabei wurde auch eine sogenannte Grenzfahndung ausgelöst, um eine Flucht der beiden nach Belgien oder in die Niederlande zu verhindern. Dazu richteten Bundes- und Landespolizei an ausgewählten Stellen Durchfahrtskontrollen ein. Auch die bundesweite Fahndung dauere an, so der Sprecher.
Schweizer fürchten sich vor Minarette
Die Schweizer haben am Sonntag mit einer Abstimmung über ein Bauverbot für Minarette begonnen. Die national-konservative Schweizerische Volkspartei (SVP) und die rechtspopulistische Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) wollen mit Hilfe des Referendums ein Verbot zur Errichtung von Moscheen mit Gebetstürmen in der Schweizer Verfassung verankern.
Umfragen zufolge dürften mit rund 53 Prozent mehr als die Hälfte der Schweizer gegen das Minarett-Verbot stimmen. Die Regierung in Bern (Bundesrat) hat den Stimmberechtigten empfohlen, mit Nein zu votieren. Sie befürchtet, ein Minarett-Verbot werde “im Ausland auf Unverständnis stoßen und dem Ansehen der Schweiz schaden”.
Richtig so, käme es zum Minarette-Verbot, können sich die Schweizer in den arabischen Ländern ihren Appenzeller Käse und die Ricola Kräuterbonbons in den Allerwertesten stecken.
Peter Sauber übernimmt BMW-Team

Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 gibt der Autobauer BMW seinen Rennstall an dessen Gründer Peter Sauber zurück. Der Kaufvertrag ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass das Team einen Startplatz für 2010 erhält. Der Preis wurde nicht bekannt.
Aus Kreisen der FIA wurde schon vor Monaten verlautbart, daß für Sauber auf jeden Fall die Startplätze reserviert werden.
Der zunächst geplante Verkauf des Teams an Qadbak Investments Ltd. wird damit nicht vollzogen. Welche Fahrer im kommenden Jahr für Sauber starten sollen, ist noch nicht bekannt. Standort bleibt Hinwil in der Schweiz. Von den knapp 400 Mitarbeitern wurden bisher 140 entlassen.
Afghanistan: Luftangriff auf Tankwagen - hat Ex-Minister Jung gelogen?
Die Bundeswehr soll von Anfang an Hinweise auf zivile Opfer bei einem NATO- Luftangriff auf Tanklaster in Afghanistan gehabt haben. Das berichtet die “Bild” unter Berufung auf geheime Berichte und Videos der Bundeswehr.
Das Verteidigungsministerium soll diese Informationen der Staatsanwaltschaft demnach vorenthalten haben.
Bei dem Angriff nahe Kundus waren am 4.September bis zu 142 Menschen getötet worden. Der damalige Verteidigungsminister Jung hatte noch am 6.September behauptet, es gebe keine zivilen Opfer.
Verteidigungsminister Guttenberg hat bestätigt, dass unter seinem Vorgänger Jung wichtige Informationen zu dem von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff in Afghanistan zurückgehalten wurden.
Guttenberg sagte, er selbst habe den Bericht am Mittwoch das erste Mal gesehen.
Obama: Kehrtwende bei US-Landminen Politik?
Obama im Mittelpunkt der internationalen Kritik
US-Präsident Obama schließt nun einen Verzicht auf Landminen nicht aus. Die Regierung überprüfe derzeit noch die bisherige US-Haltung, nach der sie einen Beitritt zu einem internationalen Abkommen zur Ächtung dieser Waffen ablehnt, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Mittwoch mit.

Menschenrechtsorganisationen und Mitglieder von Obamas Demokraten hatten Aussagen des Ministeriums vom Vortag scharf kritisiert, nach denen Washington an der bisherigen Landminen-Politik festhalte.
Der Ministeriumssprecher stellte nun klar, dass die bisher geltende Haltung solange gelte, solange die Überprüfung noch andauere. “Diese Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen angesichts der Tatsache, dass es die erste seit 2003 ist”, sagte er.
Am Wochenende findet in Kolumbien eine Landminen-Konferenz statt, an der die USA als Beobachter teilnehmen. Die Vereinigten Staaten sind das einzige NATO-Mitglied, das dem Abkommen bisher nicht beigetreten ist.
Die Konvention von Ottawa aus dem Jahr 1997 umfasst einen Produktionsstopp sowie ein Verbot von Nutzung, Lagerung und Handel der sogenannten Anti-Personen-Minen (APM).
In den zwölf Jahren seit Bestehen der Anti-Landminen-Konvention wurden in den Vereinigten Staaten angeblich keine Minen mehr produziert oder eingesetzt. Allerdings werden die umstrittenen Waffen vom US-Militär weiter gelagert.
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