Archive for January, 2010
Hilfe für Haiti - die Kehrseite der Medaille
USA stoppen Aufnahme Verletzter
Die USA haben die Aufnahme verletzter Haitianer gestoppt. Grund ist vermutlich ein Streit über die Begleichung von Arztkosten. Schon seit Mittwoch würden keine Haitianer mehr von der US Luftwaffe ausgeflogen, teilte Hauptmann Kevin Aandahl mit.
Aandahl zufolge haben sich mehrere Staaten unwillig gezeigt, für die Behandlungskosten aufzukommen. Deshalb sei ein Transport der Opfer selbst in kritischen Fällen unmöglich geworden.
Wohltätigkeit nach Art der USA: Das US Gesundheitssystem operiert sich gesund und andere Staaten zahlen die saftigen US Honorarforderungen! Bleibt das Geld aus, ist dem US Regime das Schicksal der Haitianer egal, auch wenn sie verrecken!
Uli Hoeneß will nicht zur WM nach Südafrika fahren
Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist die Vergabe der WM nach Südafrika “eine der größten Fehlentscheidungen” von FIFA-Präsident Sepp Blatter. “Ich fahre da nicht hin, ich war nie ein großer Freund einer WM in Südafrika oder überhaupt auf dem afrikanischen Kontinent, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind”, sagte Hoeneß bei einer Ehrung im Münchner Rathaus.
Derweil nimmt der Ticket-Verkauf für die WM Fahrt auf: In der dritten Verkaufsphase wurden rund 1 2, Mio. Anträge gestellt. Damit sind etwa zwei Drittel aller Tickets abgesetzt.
Barack Obama beisst nicht die Hand die ihn füttert
Immer wieder kann man jetzt in den Medien lesen:
“Barack Obama weiss, dass er die Hand nicht beißen darf, die ihn füttert. Der Präsident weiß sehr genau, wem er den grandiosen Wahlsieg vor Jahresfrist zu verdanken hat: Die jetzt von ihm gescholtenen Finanzhäuser waren es, die ihm mit großzügigsten Spenden den Weg ins Weiße Haus geebnet haben.”
Also bitte hier sehen einige Kolumnisten die Lage aber ganz falsch. Nicht die Finanzhäuser waren es die Obama zum Präsidenten gemacht haben, sondern die Mehrheit der Amerikaner die ihm ihre Stimme gegeben hat. Die Finanzhäuser samt ihren Haus- und Hofschreiberingen überschätzen sich wohl in ihrer Bedeutung.
Zum Anderen ist Barack Obama sicher nicht daran interessiert, als derjenige Präsident dazustehen, der für das grösste Banken- und Finanzdisaster verantwortlich ist. Es ensteht tatsächlich der Eindruck, als würde die Finanzbranche nur einen Schuldigen suchen, der von ihren eigenen Fehlern ablenkt und für die Krise verantwortlich gemacht werden kann. Was jetzt an Regulierungen den grossen Bankhäusern bevosteht, ist gar nichts Neues. Schon Andre Kostolany hat vor 30 Jahren gesagt:
“Eine Großbank darf nicht nur ein gewinnbringendes Unternehmen sein. Sie ist eine Versorgungsgesellschaft wie eine Eisenbahn oder ein Stromlieferant. Unter keinen Umständen darf sie - egal, welche Profite dabei herausspringen - gegen die Interessen der Allgemeinheit handeln. Die meisten Großbanken betreiben aber ein für die Weltwirtschaft sehr schädliches Geschäft: die Spielerei.”
Andre Kostolany war einer der erfolgreichsten Investoren und Börsenspekulanten.
Chaos auf Haiti, Bevölkerung lyncht Plünderer
Weiterhin chaotische Zustände nachdem die ersten Hilfslieferungen eingetroffen sind. Reporter berichteten am Sonntag von mehreren Lynchmorden in der Hauptstadt Port-au-Prince. In einem Fall setzten Anwohner einen mutmaßlichen Dieb in Brand. Andernorts eröffnete die Polizei das Feuer auf eine Gruppe von Plünderern und tötete mindestens einen.
Ein Helfer beschrieb die chaotische Situation: “Es gibt kein Trinkwasser und keine Lebensmittel in Port-au-Prince, die Menschen müssen auf der Straße schlafen und stehen unter Schock”, erklärte er. “Die Situation ist unhaltbar. Die Toten liegen auf der Straße und ein Verwesungsgeruch hängt über der Stadt.”
Temperaturen um die 30 Grad beschleunigten die Verwesung der in den Straßen liegenden Leichen und erhöhten die Seuchengefahr. Hoffnung auf Überlebende besteht weiter: Am Tag vier der Katastrophe habe man in Port-au-Prince 50 Verschüttete geborgen.
Bei dem Erdbeben am Dienstag kamen nach jüngsten Schätzungen der haitianischen Regierung bis zu 50.000 Menschen ums Leben. Rund 250.000 wurden demnach verletzt, etwa 1,5 Millionen Menschen sind obdachlos.
Um die schlechte Sicherheitslage in den Straßen der Hauptstadt zu verbessern, würden nun 3.500 US-Soldaten die UN-Friedenstruppe sowie die örtliche Polizei verstärken, erklärte Haitis Präsident Rene Preval.
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Quelle: FIA.com
Nach Erdbeben auf Haiti - Hoffnungslosigkeit
Drei Tage nach dem Erdbeben in Haiti kämpfen die Menschen ums Überleben. In der Hauptstadt Port-au-Prince fehlt es an Nahrung und Trinkwasser. Während die Überlebenden in den Straßen von Port-au-Prince bei Temperaturen um 30 Grad weiter mit bloßen Händen nach Opfern gruben, standen internationale Rettungsteams vor massiven logistischen Problemen. Nach Schätzungen des Roten Kreuzes kamen bis zu 50.000 Menschen ums Leben.
“Wenn die internationale Hilfe nicht kommt, wird sich die Lage schnell verschlimmern”, sagte ein Überlebender in der haitianischen Hauptstadt. “Wir brauchen dringend Wasser und Lebensmittel.” Ein anderer klagte: “Wir hören im Radio, dass Rettungsteams von außen kommen, aber nichts kommt.”
Nach UN-Angaben würden am dringendsten Ärzte zur Versorgung der Verletzten gebraucht sowie Leichensäcke für die schätzungsweise 50.000 Toten.
Ein verärgerter Mann streckte seine Faust nach einem ausländischen Medienteam aus und rief: “Mehr Ärzte, weniger Journalisten!” Die Verzweiflung richtete sich auch gegen die Regierung: “Wir haben keinerlei Führung”, rief eine Frau. Diese ist wegen der Zerstörungen nahezu regierungsunfähig. Jean Robert Saget, haitianischer Botschafter in Deutschland, vermutet mehrere Minister unter den Toten.
Nach UN-Angaben sind in Haiti rund 3,5 Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen - das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Wie das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) mitteilte, verloren in Port-au-Prince rund 300.000 Menschen ihr Obdach. Nach UN-Angaben sind auch 36 eigene Mitarbeiter unter den Toten. An großen Plätzen der Stadt errichteten die Überlebenden provisorische Lager und kämpften mit Gebeten und Gesängen gegen die Verzweiflung an.
Der Luftraum über Haiti war am Freitag überfüllt. Ein US-Militärflugzeug und zehn zivile Flugzeuge kreisten über der Hauptstadt und warteten auf freie Landebahnen. Den USA wurde erlaubt, auch den Luftraum über Kuba zu nutzen.
Die Weltbank will einen langfristiegen Wiederaufbaufonds für Haiti einrichten. Die EU berief einen Sondergipfel ein.
- Chaos nach Erbeben auf Haiti - Hilfslieferungen laufen an
- Erdbeben in Haiti - Tausende Tote befürchtet
Chaos nach Erbeben auf Haiti - Hilfslieferungen laufen an
Tote können nicht geborgen werden, für zahllose Verletzte fehlt die medizinische Versorgung: Die Zustände in der vom Erdbeben erschütterten Millionenstadt Port-au-Prince sind chaotisch.
Nach dem Erdbeben in Haiti herrschen in der Millionenstadt Port-au-Prince chaotische Zustände. Tote konnten zunächst nicht geborgen werden, für zahllose Verletzte gab es keine medizinische Versorgung. Während das ganze Ausmaß der Katastrophe noch unklar war, lief in aller Welt die Hilfe für die Überlebenden an.
Der haitianische Staatspräsident Preval sagte dem Fernsehsender CNN, das Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht zu fassen. Wahrscheinlich seien Tausende Menschen ums Leben gekommen. Es sei aber noch zu früh, um eine genaue Zahl zu nennen. Einen Tag nach dem Erdbebens liefen Überlebende am Mittwoch wie betäubt auf den Straßen umher, vorbei an Leichen und Trümmern. Viele trauerten um Angehörige und Freunde. Einsatzkräfte suchten in eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten.
Unter den Todesopfern ist der 63-jährige Erzbischof Miot, der in seinem Büro erschlagen wurde. Mindestens 16 UNO-Mitarbeiter kamen ums Leben, bis zu 150 weitere werden noch vermisst, darunter auch der tunesische Leiter der UNO-Friedensmission, Hedi Annabi. Auch das Hauptgefängnis von Port-au-Prince stürzte ein.
Viele Länder haben Bergungsteams und Hilfslieferungen entsandt. Frachtflugzeuge bringen Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente nach Port-au-Prince. Die USA beorderten einen Flugzeugträger nach Haiti. US-Außenministerin Clinton brach ihre Pazifikreise ab, um den Hilfseinsatz der USA zu koordinieren.
Unterdessen hat die Weltbank angekündigt, 100 Mio. Dollar Nothilfe bereitzustellen. 10 Mio. kommen von der UNO, 1,5 Mio. Euro gibt die Bundesregierung.
(apa,n24)
Erdbeben in Haiti - Tausende Tote befürchtet
Nach dem vermutlich schwersten Erdbeben in Haiti seit 200 Jahren werden allein in der Hauptstadt Port-au-Prince Tausende von Toten befürchtet.
Wie die Nachrichtenagentur Haiti Press Network berichtet, seien die Schäden “gewaltig”. Dem Beben der Stärke 7,0 folgten in der Nacht zum Mittwoch mehr als zehn Nachbeben. Häuser stürzten ein, Straßen rissen auf, Gasleitungen explodierten, das Telefonnetz brach zusammen. In Port-au-Prince stürzten unter anderem ein Spital, Hotels und der Präsidentenpalast ein. Das Hauptquartier der 9000 Mann starken UN-Friedensmission in Haiti wurde zerstört.
Bei der Katastrophe handelt es sich vermutlich um das schwerste Erdbeben auf Haiti seit 200 Jahren. Eine Überlebende berichtete, über der Stadt türme sich eine riesige Staubwolke. Der Botschafter Haitis in den USA, Raymond Joseph, sagte: “Ich befürchte, es ist wirklich eine Katastrophe großen Ausmaßes.” Die USA und weitere Staaten sagten der haitianischen Regierung Unterstützung zu. Die ersten Hilfslieferungen sollen schon im Laufe des Mittwochs in Haiti eintreffen.
Wie Korrespondenten aus einem Vorort der Hauptstadt berichten, dauerte das Beben länger als eine Minute. Autos seien regelrecht in die Luft gesprungen. Viele Einwohner seien in Panik auf die Straßen gerannt. “Es scheint klar, dass es zahlreiche Tote gibt”, sagte US-Außenamtssprecher Philip Crowley in Washington. Die Sprecherin einer katholischen US-Hilfsorganisation berichtete nach einem Telefonat mit einem Mitarbeiter in Port-au-Prince, dieser befürchte “tausende Tote”. Genauere Angaben lägen noch nicht vor, weil die Kommunikation mit Port-au-Prince sehr schwierig sei.
Box-Weltmeister Jürgen Brähmer muss wieder ins Gefängnis
Profibox-Weltmeister Jürgen Brähmer muss erneut ins Gefängnis. Der 31-Jährige wurde vor dem Schweriner Amtsgericht zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten ohne Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach ihn der Körperverletzung und Beleidigung schuldig. Der einschlägig vorbestrafte Brähmer stand zur Tatzeit noch unter Bewährung.
Der 31 Jahre alte Schweriner hatte erst vor drei Wochen bei seiner ersten Titelverteidigung als WBO-Champion den Russen Dimitri Suchotski nach Punkten besiegt.
Private Musikdownloads: Internetanschluss-Inhaber haftet

Für das illegale Bereitstellen von Musiktiteln im Internet muss sich eine Ehefrau und Mutter von zwei Söhnen verantworten. Nach einer vom Kölner Oberlandesgericht veröffentlichten Entscheidung haftet die Frau aus Oberbayern als Inhaberin des von der ganzen Familie genutzten Internetanschlusses.
Über den Anschluss waren im August 2005 insgesamt 964 Musiktitel unerlaubt als MP3-Dateien zum Download angeboten worden. Musikfirmen wie EMI, Sony, Universal und Warner Deutschland mahnten die Frau ab. Die Frau hat Abmahnkosten von 2380 Euro zu tragen.