Feb 23
Amnesty International: Israel hat geächtete Waffen gegen Zivilisten in Gaza eingesetzt
Nach Angaben der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International, hat die israelische Armee während des dreiwöchigen Gaza-Krieges neben Phosphorbomben auch andere Waffen einsetzt, deren Verwendung in dichtbesiedelten Gebieten laut Genfer Konvention verboten ist. Amnesty International liegen Beweise vor wonach die rund 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen unter anderem mit sogenannten Flechettes attackiert wurden. Flechettes sind vier Zentimeter große Metallpfeile mit einer scharfen Spitze und vier Flügelchen am Rumpf. Aufgrund ihrer Konstruktion haben sie eine enorme Durchschlagskraft. Zwischen 5000 und 8000 solcher pfeilförmigen Projektile werden in eine 120-Millimeter-Granate gepackt, die von Panzern verschossen werden. Die Geschosse explodieren in der Luft und streuen die Pfeile mit Hochgeschwindigkeit über ein 300 mal 100 Meter großes Gebiet. Flechettes sind keine Präzisionswaffe gegen feindliche Kämpfer. Als Antipersonenwaffen sollen sie vielmehr wie Splitterbomben möglichst viele Menschen auf einmal schwer verletzen oder töten. Flechets führen zu schrecklichen Verletzungen. Im Körper des Opfers werden sie instabil und verformen sich. So verbog sich die Spitze bei Tests angelhakenförmig oder das gesamte Geschoss nahm eine U-Form an. Darüberhinaus neigen Flechets auch dazu, sich im Ziel quer zu stellen. Deshalb sind sie international geächtet und im Krieg verboten, betont Amnesty. (Junge Welt)
Links:
- Amnesty International Gaza (deutsch)
- Amnesty International (english)
- Flechettes (Wiki Artikel)
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