Mar 14
Aus “One nation, one car” wird “Ein Volk, ein Reich, ein Führer”
Misslungene VW-Werbekampagne - Ein Volk, ein Wagen
“One nation, one car” - so ist es derzeit auf den Wagen der Züricher Verkehrsbetriebe zu lesen. Die Neue Zürcher Zeitung assoziiert damit “Ein Volk, ein Reich, ein Führer” und will, dass der Schriftzug entfernt wird.
Ich glaube da spinnen ein paar, wie kann man den Henry Ford Spruch “One nation, one car” mit dem Nazi Schlagwort verbinden? Etwas weit hergeholt, oder wird jetzt Volk zum Unwort und die Autohersteller Ford und VW zu Entschädigungszahlungen verurteilt fragt sich Vercingetortix. Ich vermute mal der gute Kolumnist hat Verwandte in Tel Aviv.
Bericht in der Sueddeustchen Zeitung geschrieben von Von Willi Winkler
Die Vergangenheit, ach, sie will einfach nicht vergehen. Kaum hat der Kaiser-Sohn Otto von Habsburg das 1938 “heimgeholte” Österreich als größtes Opfer Hitlers verherrlicht, erinnert sich Hitlers Lieblingsfirma Volkswagen wieder der guten alten Zeit.
Es soll ja bekanntlich nicht alles schlecht im Dritten Reich gewesen sein, jedem wurde ein eigenes Auto versprochen. Vor lauter Begeisterung versammelten sich die potentiellen Kunden unter dem Banner “Ein Volk, ein Reich, ein Führer!” Daran fühlt sich jetzt die Neue Zürcher Zeitung erinnert, denn VW wirbt auf den Wagen der Zürcher Verkehrsbetriebe traditionsbewusst mit dem Slogan “One nation, one car” (Ein Volk, ein Wagen).
Als Urheber dieses Satzes gilt zwar Henry Ford, der ebenfalls ein ganzes Volk mit Autos beglücken wollte; nebenbei war er bekennender Antisemit. Die NZZ aber hält die VW-Werbung für eine “dumme Anmaßung” und empfiehlt VW, sie möglichst rasch zu entfernen.
Quelle: sueddeutsche.de/
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