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Urgestein der Bildhauerei - Alfred Hrdlicka 81 tot

December 06th, 2009 | Category: News

Alfred Hrdlicka, einer der wichtigsten zeitgenössischen Bildhauer, Zeichner und Maler Österreichs, ist tot. Der Künstler starb am Samstag 81-jährig in Wien. Sein Lebenswerk wurde von Bundespräsident Fischer, Bildungs- und Kulturministerin Schmied, Wiens Bürgermeister Häupl und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny gewürdigt. Fischer erklärte, Österreich verliere “eine große Künstlerpersönlichkeit”.

“Mit Alfred Hrdlicka ist ein großer Künstler verstorben, dem ich auch persönlich sehr verbunden war und dem ich viele interessante Begegnungen und Erläuterungen seines Werkes verdanke. Österreich und die gesamte Kunstwelt werden Alfred Hrdlicka ein dauerhaftes und ehrendes Andenken bewahren”, so Fischer.

Schmied sprach von einem “Titan der internationalen Kunst”. Sein Werk sei immer mehr als Erinnerung und Mahnung gegenüber historischem Unrecht gewesen. Häupl zeigte sich “tief betroffen”. Wien verliere nicht nur einen großen Künstler, sondern auch eine starke Stimme gegen den Faschismus. Auch Mailath hob hervor, dass der Verstorbene dazu beigetragen habe, “dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten.”

Alfred Hrdlicka wurde am 27. Februar 1928 in Wien geboren. Nach Absolvierung einer Zahntechnikerlehre begann er an der Akademie der bildenden Künste zunächst Malerei bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky zu studieren, ehe er mit Diplom als akademischer Maler in die Bildhauerklasse von Fritz Wotruba eintrat, um 1957 auch als Bildhauer akademische Ehren zu erwerben.

1964 war er Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig. Professuren führten ihn an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart , die Hochschule für bildende Künste Hamburg, die Hochschule der Künste Berlin und schließlich 1989 an die Universität für angewandte Kunst Wien.

2006 wurde in Bonn eine von Hrdlicka gestaltete Plastik des Komponisten Robert Schumann enthüllt, im Mai dieses Jahres wurde eine von Hrdlicka geschaffene Skulptur der 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Schwester Restituta Kafka in der Barbarakapelle im Wiener Stephansdom aufgestellt. Ehrungen nahm Hrdlicka prinzipiell nicht an.

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Roman Polanski wird am Freitag aus der Haft entlassen

December 02nd, 2009 | Category: News

Roman Polanski wird am Freitag aus der Haft entlassen und gegen 13.00 Uhr in seinem Chalet in Gstaadt eintreffen. Dort wird der Starregisseur bis auf weiteres unter Hausarrest gestellt. Das erklärte das Schweizer Justizministerium am Mittwoch in Bern. Polanski war am 26. September auf dem Zürcher Flughafen verhaftet worden und befindet sich zurzeit im Bezirksgefängnis Winterthur.Ein Bundesgericht hatte am Dienstag vergangener Woche entschieden, dass der Regisseur nach Hinterlegung einer Kaution von 4,5 Millionen Franken (drei Mio. Euro) seinen Hausarrest in dem Chalet in dem beliebten Bergort im Berner Oberland verbringen kann. Die elektronische Überwachung wurde bereits vorbereitet.

Der Starregisseur soll während des Arrests, der bis zur Entscheidung über ein US-Auslieferungsgesuch andauern wird, seinen Tagesablauf völlig frei gestalten und Besuche empfangen können. Die US-Justiz will Polanski wegen des mehr als drei Jahrzehnte zurückliegenden sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen in Los Angeles belangen. Der Regisseur hatte sich 1978 vor der Urteilsverkündung nach Europa abgesetzt.

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Gangsterflucht: Fluchtauto in Mülheim gefunden - Einer der Ausbrecher gefasst

November 29th, 2009 | Category: News

Die Polizei hat einen der beiden aus der Justizvollzugsanstalt Aachen entflohenen Gefangenen festgenommen. Der Mann wurde in in Mülheim an der Ruhr gefasst, nachdem Passanten den Fluchtwagen am Vormittag um 10.15 Uhr in einer Seitenstraße gefunden und die Polizei alarmiert hatten.

Einer der Täter hielt sich in der Nähe auf und wurde um 11.03 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Es handelt sich um den 50-jährigen Michael Heckhoff. Der 46-jährige Peter Paul Michalski ist weiter auf der Flucht, wie die Polizei Köln mitteilte.

Die beiden Männer hatten das Auto am Samstag von einem Ehepaar in Essen gestohlen, das Ehepaar hatten sie am Samstag längere Zeit in ihrer Gewalt. Die Schwerverbrecher seien “mit den beiden unterwegs gewesen”, sagte ein Polizeisprecher. Nähere Angaben machte er nicht. Berichten zufolge fuhren die beiden Straftäter am Samstagabend mit dem Ehemann in dessen Wagen in ein Mülheimer Waldgebiet und ließen ihn dort frei.

Nachdem er sich bei der Polizei gemeldet hatte, wurde ein landesweiter Großalarm ausgelöst, der bis Mitternacht dauerte. Dabei wurde auch eine sogenannte Grenzfahndung ausgelöst, um eine Flucht der beiden nach Belgien oder in die Niederlande zu verhindern. Dazu richteten Bundes- und Landespolizei an ausgewählten Stellen Durchfahrtskontrollen ein. Auch die bundesweite Fahndung dauere an, so der Sprecher.

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Obama: Kehrtwende bei US-Landminen Politik?

November 26th, 2009 | Category: News

Obama im Mittelpunkt der internationalen Kritik

US-Präsident Obama schließt nun einen Verzicht auf Landminen nicht aus. Die Regierung überprüfe derzeit noch die bisherige US-Haltung, nach der sie einen Beitritt zu einem internationalen Abkommen zur Ächtung dieser Waffen ablehnt, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Mittwoch mit.

Danger Mines!

Menschenrechtsorganisationen und Mitglieder von Obamas Demokraten hatten Aussagen des Ministeriums vom Vortag scharf kritisiert, nach denen Washington an der bisherigen Landminen-Politik festhalte.

Der Ministeriumssprecher stellte nun klar, dass die bisher geltende Haltung solange gelte, solange die Überprüfung noch andauere. “Diese Prüfung wird einige Zeit in Anspruch nehmen angesichts der Tatsache, dass es die erste seit 2003 ist”, sagte er.

Am Wochenende findet in Kolumbien eine Landminen-Konferenz statt, an der die USA als Beobachter teilnehmen. Die Vereinigten Staaten sind das einzige NATO-Mitglied, das dem Abkommen bisher nicht beigetreten ist.

Die Konvention von Ottawa aus dem Jahr 1997 umfasst einen Produktionsstopp sowie ein Verbot von Nutzung, Lagerung und Handel der sogenannten Anti-Personen-Minen (APM).

In den zwölf Jahren seit Bestehen der Anti-Landminen-Konvention wurden in den Vereinigten Staaten angeblich keine Minen mehr produziert oder eingesetzt. Allerdings werden die umstrittenen Waffen vom US-Militär weiter gelagert.

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USA wollen Landminen-Konvention nicht unterzeichnen

November 25th, 2009 | Category: News

Obama: “Yes we can” alles nur heisse Luft?

Auch unter Präsident Obama lehnen die USA die Unterzeichnung der internationalen Konvention zum Verbot von Landminen ab.

Außenamtssprecher Kelly sagte, die Politik der Bush-Regierung werde beibehalten. Eine Prüfung habe ergeben, dass die USA ihre Sicherheitsverpflichtungen sonst nicht mehr erfüllen könnten.

Mehr als 150 Staaten haben den Vertrag zum Verbot von Landminen bisher unterzeichnet. Neben den USA sind auch Russland, China, Indien, Pakistan und Myanmar der Konvention nicht beigetreten.

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Iran - Nordkorea: Obama kündigt neues Maßnahmenpaket wegen Atomprogramm an

November 19th, 2009 | Category: News

Die USA und die internationale Gemeinschaft haben laut US-Präsident Obama die Diskussion über ein neues Maßnahmenpaket gegen den Iran wegen seiner Nuklearpläne begonnen. Bisher sei eine positive Reaktion aus Teheran auf das “faire Angebot” der internationalen Gemeinschaft ausgeblieben, sagte Obama am Donnerstag in Seoul nach einem Treffen mit Südkoreas Präsident Lee Myung-bak.

Weder der Iran noch Nordkorea dürften darauf bauen, dass die Welt weiter tatenlos endlose und ergebnislose Verhandlungen und Gespräche hinnehme, ohne dass konkrete Ergebnisse erzielt würden, sagte Obama. Die Angebote an diese Länder könnten nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit haben, dann müssten neue Maßnahmen erwogen werden, um den Druck auf diese Länder zu erhöhen, ihre gefährlichen Atomprogramme aufzugeben. Auch der Iran werde eine “klare Botschaft” erhalten müssen.

US-Präsident Obama wird einen Sondergesandten nach Nordkorea entsenden. Er geht damit auf das kommunistische Regime zu, das wegen seines Atomprogramms international weitgehend isoliert ist.

Botschafter Bosworth werde am 8.Dezember Gespräche mit der nordkoreanischen Führung Gespräche aufnehmen, sagte Obama bei seinem Besuch in Südkorea.

Nordkorea hatte eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche über sein Atomprogramm davon abhängig gemacht, dass zuvor ein Dialog mit den USA eingeleitet wird.

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Oskar Lafontaine, muss sich einer Krebsoperation unterziehen

November 17th, 2009 | Category: News

Der Vorsitzende der deutschen Linken, Oskar Lafontaine

Der Vorsitzende der deutschen Linken, Oskar Lafontaine, muss sich einer Krebsoperation unterziehen. Der seit längerem geplante chirurgische Eingriff werde am Donnerstag durchgeführt, teilte der 66-Jährige am Dienstag in Berlin mit. Lafontaine will erst nach der überstandenen Operation darüber entscheiden, in welcher Form er seine politische Arbeit weiterführt.

Angaben, um welche Krebsart es sich handelt, machten weder Lafontaine noch seine Partei. Der Saarländer war im Oktober - nur wenige Wochen nach der Bundestagswahl vom 27. September - überraschend vom Fraktionsvorsitz seiner Partei zurückgetreten und sah sich daraufhin dem Vorwurf der Wählertäuschung ausgesetzt. Diesen wies er in der “Saarbrücker Zeitung” als “absurd” zurück. Er sei “nach wie vor Parteivorsitzender und Bundestagsabgeordneter”, sagte er.

“Der Spiegel” hatte am Wochenende behauptet, Lafontaines Rückzug habe private Gründe. Wegen einer angeblichen Affäre mit der Parteilinken Sahra Wagenknecht solle seine Frau Druck auf ihn ausgeübt und seinen Rückzug aus Berlin gefordert haben. Dieser sei bereits vor der Bundestagswahl beschlossen worden.

Die Linke hatte den “Spiegel”-Bericht bereits am Montag heftig kritisiert. Mit seriösem Journalismus habe “die seit einiger Zeit betriebene Hass-Kampagne gegen Lafontaine nichts zu tun”, kommentierte der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Ulrich Maurer.

Lafontaine gilt als eine der schillerndsten Figuren in der deutschen Politik. Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 trat er als Kanzlerkandidat gegen Helmut Kohl an. Von 1995 bis 1999 war er SPD-Vorsitzender. Nach der Bundestagswahl 1998 wurde er Finanzminister. Im März 1999 legte er überraschend alle politischen Ämter nieder. 2005 wechselte Lafontaine von der SPD zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, die 2005 ein Bündnis mit der PDS einging und sich Linkspartei.PDS nannte.

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Sherbini-Prozess: Alex W. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt

November 11th, 2009 | Category: News

Der Russlanddeutsche Alex W. ist wegen Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Das Landgericht Dresden stellte zugleich die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

Der Angeklagte hatte aus Fremdenhass die schwangere El-Sherbini im Dresdner Landgericht vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes erstochen und ihren Mann schwer verletzt.

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Indien: Brand in Öllager, 500.000 Menschen evakuiert

October 30th, 2009 | Category: News

Bei einem riesigen Brand in einem indischen Öllager sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 150 wurden verletzt. Aus Sicherheitsgründen evakuierten die Behörden etwa eine halbe Million Anrainer aus der Gefahrenzone am Rande von Jaipur, der Hauptstadt des nordwestindischen Unionsstaates Rajastan. Der Brand in der staatlichen Indian Oil Corporation war am Donnestag ausgebrochen.Nach ersten Ermittlungen könnte ein Leck in einer Pipeline den Brand ausgelöst haben. Mindestens elf Tanks mit rund acht Millionen Liter Öl waren betroffen. Ein Gebiet mit einem Radius von fünf Kilometer um den Brandort wurde zur Gefahrenzone erklärt. Erdölminister Murli Deora eilte nach Jaipur. Nach seinen Worten arbeiteten Soldaten und Brandexperten zusammen mit der Feuerwehr bei der Bekämpfung des Flammen.

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Russland: Diebe kamen mit Schauchboot in die Lada-Autofabrik

October 27th, 2009 | Category: News

Togliatti (russland-news). Vom Regen in die Traufe: Zum zweiten Mal in zwei Monaten ist auf dem Gelände des Autowerkes Avtovaz eine Diebesbande gestellt worden, die gestohlene Autoteile „verschiffen” wollte - und zwar mit Schlauchbooten durch die Kanalisation der Autofabrik.

Vier Männer wurden am Sonntag Morgen um 6 Uhr vom Werkschutz direkt in der Regenwasser-Kanalisation des riesigen Werksgeländes gestellt, berichtete die Polizeibehörde des Gebietes Samara. Mit drei Gummibooten wollten die Diebe 105 Säcke mit Auto-Teilen wegschaffen. Der Wert der Beute wurde mit 1,2 Mio. Rubel (ca. 27.500 Euro)

Bereits im August waren zehn Personen festgenommen worden, die auf diese Weise versuchten, im Werk abgezweigte Autoteile durch das über zwei Kilometer lange Rohrsystem vom Avtovaz-Gelände zu schaffen. Das nächtliche Treiben der Kanalisations-Schiffer war aufgeflogen, nachdem eine Polizeistreife nächtens auf dem Werksgelände einen Mann in hohen Gummistiefeln gestellt hatte.

Damals waren aber nur Ersatzteile im Wert von 200.000 Rubel sichergestellt worden. Als Anführer der Gruppe wurde ein 66-jähriger ermittelt, der auf einem benachbarten Firmengelände als Wachmann arbeitete.

Die Ermittler hatten schon damals Anhaltspunkte, dass es noch eine weitere Gruppe von Dieben geben muss, die auf diese originelle Weise Lada-Teile vom Gelände des in schweren wirtschaftlichen Nöten steckenden Autokonzerns exportiert.

Wie groß der in der Vergangenheit von den Ersatzteil-Piraten angerichtete Schaden insgesamt ist, lässt sich noch nicht beziffern.

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