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Palästina: Israel bombardiert weiterhin den Gazastreifen

January 05th, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Die israelische Kriegsmaschine hat in der Nacht auf Montag nach eigenen Angaben 130 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen eine  Moschee in Jabaliya sowie gegen  Wohnhäuser.  Auch die Bodentruppen setzten ihren Vormarsch fort.
Bei den jüngsten Kämpfen seien sechs israelische Soldaten verletzt worden, berichtete die Zeitung “Haaretz”. Sie publizierte weiters, dass nach Angaben palästinensischer Ärzte bei einem Panzerangriff im Osten von Gaza fünf Kinder starben.

Der israelischen Armee ist es bisher nicht gelungen, den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen zu unterbinden. Wie “Haaretz” am Montag berichtete, schlugen “nach einer relativ ruhigen Nacht” zehn Kassam- und Katjuscha(Grad)-Raketen in Südisrael ein. Über Verletzte oder Schäden lagen keine Berichte vor.

Israels Ministerpräsident Olmert lehnt ungeachtet internationaler Vermittlungsbemühungen ein Ende der Offensive ab. Staatspräsident Peres verteidigte die Offensive als notwendigen Einsatz gegen die Hamas. Laut Verteidigungsminister Barak sei das Ziel noch nicht erreicht. Das vorrangige Ziel sei es, die Sicherheitslage für die israelische Bevölkerung im Süden zu verbessern.

Ägypten ist am Montag zur Drehscheibe der internationalen Nahost-Vermittlungsbemühungen geworden. Eine EU- Delegation, der französische Präsident Nicholas Sarkozy und Vertreter der radikal-islamischen Hamas wollten mit der ägyptischen Führung nach Ansätzen für eine Beilegung des Konflikts suchen. Die Delegation sprach sich für eine Einstellung der Kämpfe aus.

UN-Generalsekretär Ban forderte unterdessen den Sicherheitsrat zu raschem Handeln auf. Er bedauere, dass sich das höchste UN-Gremium bisher nicht auf eine Initiative einigen konnte, um die Gewalt zu stoppen, erklärte Ban. Die USA hatten in der Nacht auf Sonntag eine Erklärung des 15- Länder-Gremiums blockiert, in der “große Sorge” über die Bodenoffensive der Israelis geäußert und eine sofortige Waffenruhe gefordert werden sollte.

Die Hamas will auf Einladung heute eine Delegation zu Gesprächen nach Ägypten entsenden, wie der Fernsehsender El Dschasira berichtete. Hamas-Führer Mahmud Sahar sagte zugleich in einer Fernsehansprache einen “Sieg” der radikalislamischen Palästinenserorganisation über Israel vorher.

Der amtierende EU-Ratspräsident Mirek Topolanek kündigte in Prag einen Plan zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen an, ohne Details zu nennen. Die Deutschland will sich nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm für eine schnelle Waffenruhe einsetzen.

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Palästina/UNO: USA blockieren Initiative für Waffenruhe in Gaza

January 04th, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon machte seinem Ärger gleich am Telefon Luft. Er sei äußerst enttäuscht und besorgt über die Eskalation der Gewalt im Gaza-Streifen, erklärte er dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in dem Gespräch, über das er anschließend die Weltöffentlichkeit unterrichtete. Er habe Israel aufgerufen, die Sicherheit der Zivilisten zu gewährleisten und humanitäre Hilfe zuzulassen. Ban zeigte sich überzeugt, dass die Eskalation das ohnehin große Leid der Zivilisten verschlimmern werde. Im Gaza-Streifen leben 1,5 Millionen Menschen auf engstem Raum zusammen. Seit Tagen verschanzen sie sich in ihren Häusern.

Doch aller Empörung des Generalsekretärs zum Trotz hat sich der Weltsicherheitsrat nicht auf eine gemeinsame Linie im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern einigen können. Nach fast vierstündigen Beratungen sah der amtierende Vorsitzende Jean-Maurice Ripert am Samstagabend (Ortszeit) in New York zwar eine “starke Übereinstimmung” bei den Mitgliedern, ihre ernsthafte Sorge über die Lage zu äußern. Die große Mehrheit verlange eine sofortige Waffenruhe, die von allen Seiten voll respektiert werden müsse, sagte der französische Diplomat.

Eine konkrete Resolution scheiterte jedoch am Widerstand der US-Delegation. Es schade dem Ansehen des Sicherheitsrats, Forderungen zu stellen, die nachher nicht befolgt würden. Israel sei ein Mitglied der Weltgemeinschaft. Sein Vorgehen dürfe nicht mit Aktionen einer Terrorgruppe wie der Hamas verglichen werden, begründete der amerikanische Uno-Vertreter Alejandro Wolff sein Veto.

Die Hamas hat das Scheitern der Erklärung kritisiert. Das Geschehen im Sicherheitsrat sei eine “Farce” und beweise, dass die USA und Israel die Entscheidungsfindung in dem Gremium beherrschten, erklärte Hamas-Sprecher Fausi Barhum am Sonntag. Der Sicherheitsrat habe damit Israel die Möglichkeit gegeben, “sein Massaker” im Gaza-Streifen fortzusetzen.

Frankreich verurteilte die israelische Bodenoffensive ebenso wie die Raketenangriffe der Hamas - kurz bevor Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und eine vom tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg geführte EU-Delegation zu getrennten Besuchen in die Region reisen.

In europäischen Großstädten protestierten gestern rund 80.000 Menschen gegen die israelischen Militäreinsätze und forderten ein Ende der Angriffe. Die größte Aktion gab es in Paris, wo die Polizei die Teilnehmerzahl auf 21.000 schätzte. In London bewarfen Demonstranten den Regierungssitz in der Downing Street mit Schuhen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Große Protestaktionen gab es auch in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Madrid, im schwedischen Uppsala sowie in der türkischen Hauptstadt Ankara.

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OCHA - GAZA HUMANITARIAN SITUATION REPORT

January 04th, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

GAZA HUMANITARIAN SITUATION REPORT  2 January 2009 as of 14:30

The humanitarian crisis in the Gaza Strip is significant and cannot be understated. It follows what the UN had described as an 18 month long “human dignity crisis” in the Gaza Strip, entailing a massive destruction of livelihoods and a significant deterioration of infrastructure and basic services.

Elements of the current humanitarian crisis include:

  • Seven days of uninterrupted bombardment on the entire Gaza Strip. Registered fatalities amount to 327 and injuries to over 1,100, however there are estimates of additional unregistered casualties up to 421 people killed and 2,100 injured. People are living in a state of fear and panic.
  • 80% of the population cannot support themselves and are dependant on humanitarian assistance. This figure is increasing.
  • According to WFP, the population is facing a food crisis. There are food shortages of flour, rice, sugar, dairy products, milk, canned foods and fresh meats.
  • The imports entering are insufficient to support the population or to service infrastructure maintenance and repair needs.
  • The health system is overwhelmed, having already been weakened by the 18- month blockade.
  • The utilities are barely functioning: the only electric power plant has shut down. Some 250,000 people in central and northern Gaza do not have electricity at all due to the damage to fifteen electricity transformers during the air strikes. The water system provides running water once every 5-7 days and the sanitation system cannot treat the sewage and is dumping 40 million litres of raw sewage into the sea daily. Fuel for heating, needed due to the cold weather, and cooking gas, are no longer available in the market.
  • There has been significant destruction in the Gaza Strip, over 600 targets hit, including roads, infrastructure, the Islamic university, government buildings, mosques and civil police stations.

Source: unispal.un.org

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UN Experts: Use of disproportionate force by Israel cannot be justified

January 04th, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

UN HUMAN RIGHTS EXPERTS CALL FOR IMMEDIATE PROTECTION OF CIVILIANS IN MIDDLE EAST CRISIS
2 January 2009

Asma Jahangir, Chairperson of the coordinating body for independent United Nations human rights experts (known as “Special Procedures”) issued the following statement today:

“The Coordination Committee of Special Procedures is deeply alarmed at the continuing violence in Gaza. We stress that international human rights law continues to apply and that it imposes binding obligations on all parties in situations of armed conflict.

We call on all parties to immediately cease all actions that result in civilian casualties, or put them at great risk. Both air strikes by Israeli Government forces and rocket attacks from Gaza into Israel are resulting in inexcusable loss of life and placing the civilian populations in the affected areas in extreme danger.

The use of disproportionate force by Israel and the lack of regard for the life of civilians on both sides cannot be justified by the actions of the other party. They constitute clear violations of international human rights and international humanitarian law.

We are particularly concerned at the impact of the current violence and destruction of vital infrastructure on the already dire humanitarian situation in Gaza. We call on all parties to immediately ensure full access to humanitarian actors and supplies and enable them to carry out their work of distributing food, treating the sick and injured, and guaranteeing the provision of essential energy and sanitation.

Independent human rights monitoring, including by the various UN Special Procedures, is particularly crucial in these circumstances which result in an exceptionally broad range of human rights violations.”

Source: unispal.un.org

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Palästina: Das Morden hat begonnen - Panzer und Bomben gegen Zivilisten

January 04th, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

In der Nacht von Samstag auf Sonntag machte Israel seine Drohung wahr und startete die Bodenoffensive mit dem Sturm auf Gaza mit brutaler Härte.  Israelische Panzer eröffneten zunächst im Norden des Gazastreifens in der Nähe von Beit Lahija das Feuer.

Israelischer Terror
© alJazeera.com

Die Luftwaffe bombardierte zudem ein Treibstofflager.

Die in Kolonnen vordringenden Panzer wurden von Kampfhubschraubern unterstützt. Anschließend waren Explosionen und Schüsse zu hören. Die Hamas jagte mehrere Sprengsätze in die Luft, die nahe der Route der Panzer deponiert gewesen waren.

Nach Angaben eines israelischen Armeevertreters wurden “dutzende Terroristen getötet und dutzende weitere verletzt”. Wie ein Sprecher am frühen Morgen sagte, wurden aber auch 30israelische Soldaten verletzt, davon zwei schwer.

Nach Angaben der Hamas wurden 9 Israelische Soldaten getötet und zwei gefangengenommen.

“Mit Gottes Hilfe wird Gaza für euch zum Friedhof werden”, erklärte Hamas-Sprecher Ismail Radwan. Die Brigaden sprachen von neun getöteten israelischen Soldaten. Sie beriefen sich dabei auf eigene Quellen und den von ihr abgehörten israelischen Militärfunk.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er habe Olmert in einem Telefonat seine “äußerste Besorgnis und Enttäuschung” über den Einmarsch mitgeteilt. Auch die tschechische EU-Ratspräsidentschaf kritisierte das israelische Vorgehen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Bodenoffensive scharf. Die israelische Aggression im Gazastreifen werde schwere Folgen für die Region nach sich ziehen, erklärte er in Ramallah.

Israel hatte am 27. Dezember mit seiner Militäroffensive begonnen. Bisher hatten Luftwaffe und Marine das Gebiet bombardiert, am Samstag wurde erstmals auch Artillerie eingesetzt. Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte wurden seither mehr als 460 Menschen getötet.

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich unterdessen in seiner Sondersitzung nicht auf eine Erklärung zu einem Waffenstillstand im Konflikt zwischen Israel und der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas einigen können. Die große Mehrheit verlange eine sofortige Waffenruhe, die von allen Seiten voll respektiert werden müsse, sagte ein französische Diplomat. Bisher scheiterten alle Erklärungen am Veto der USA.

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Palästina Gaza Krise: In den Augen von Carlos Latuff

January 01st, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Die neuesten Arbeiten von Carlos Latuff über die Palästina Gaza Krise…

Gaza MASSACRE

 

Gaza MASSACRE by ~Latuff2 on deviantART

Hosni Mubarak’s role on Gaza

Hosni Mubarak’s role on Gaza by ~Latuff2 on deviantART

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Palestine: Gaza Crisis - Situation Map - OCHA Weekly Report 31 December 2008

January 01st, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Unprecedented Military Operation in the Gaza Strip

Document in PDF format (Requires Acrobat Reader

On 27 December, the IDF launched an attack of unprecedented scale on the Gaza Strip, labelled “Operation Cast Lead”. According to the Israeli government, the attack was launched in response to unyielding Palestinian rocket and mortar fire into Israel since the end of the 19 December Egyptian-negotiated “calm”. Israeli warplanes bombed more than 400 targets throughout the densely populated Gaza Strip; many during a simultaneous wave of bombings within the first few minutes of the operation.

Hundreds of Palestinians killed and over 1500 injured-in three days
Exact casualty figures are impossible to provide at this juncture. However, several humanitarian and human rights organizations including Al Mezan, PCHR, and UNRWA, as well as healthcare providers, have estimated as many as 310-390 fatalities and 1500-1800 Palestinians injured in the first three days. At least 32 Palestinian children were killed in the first 48 hours of airstrikes.

Increased rockets and mortars fired towards Israel
Since the beginning of the Israeli military escalation on 27 December, Palestinian militants fired over 247 rockets and mortars, some of which landed in large Israeli towns and cities, killing four Israelis, and injuring 34 others.

Destruction of buildings and resultant casualties
The Israeli attack hit all parts of the densely populated Gaza Strip. Air-strikes targeted a variety of public buildings, including mosques, civil police stations, universities and sports centres in addition to government buildings and military training bases. The IDF claims that all targeted buildings either sheltered Hamas forces or served as command and control bases, arms and ammunition depots and explosive development laboratories.

On 27 December, an Israeli missile attack killed at least 40 people at the police headquarters in Gaza City during preparations for a graduation ceremony for regular civilian and traffic police.

Many of the civilian casualties occurred among those living in residences within the vicinity of targeted buildings. In one such incident, on 28 December, Israeli missiles hit and destroyed a mosque in Jabalia Camp, instantly killing five children of the same family living in an adjacent home. Four other children were also injured in the bombing (Al Mezan).

High risk of displacement
Telephone calls from IDF personnel, or leaflets dropped by airplanes to people throughout Gaza ordering evacuation from their homes prior to bombings were widely reported. While in some cases homes were bombed immediately after the calls were made, others were not. Nevertheless, given the high population density in Gaza and the close proximity between homes, this has caused considerable panic and uncertainty among those receiving phone calls, as well as neighboring houses. People have been evacuating their homes and staying in streets for long hours exposed to further danger, or staying with relatives. In some cases, residents have reportedly gathered on rooftops to prevent the Israeli Air Force from shelling them. UNRWA schools throughout Gaza are prepared to temporary shelter displaced persons.

Humanitarian operations severely affected by high levels of insecurity
The widespread Israeli airstrikes have severely disrupted humanitarian and relief operations. While UN installations and personnel have not been directly targeted during the air strikes, many beneficiaries have been killed or injured, and buildings and equipment damaged. In one of the gravest incidents on 27 December, an IAF missile targeted a group of Palestinian policemen standing in front of the UNRWA Training Centre in Gaza City. Eight UNRWA students waiting for UN buses were killed and 19 others were injured. Another air strike on 30 December of the former Preventative Security building in Sheikh Zayed City caused extensive damage to a WFP flour storage warehouse. Other damaged UN installations include thirteen UNRWA schools, and the offices of UNSCO, OCHA, and FAO.

Increased risks faced by humanitarian aid workers in Gaza conflict zones have been exacerbated by an almost complete collapse of the Gaza police force, exposing humanitarian staff to the threat of violence and looting. As a result of heightened levels of insecurity, some critical humanitarian activities, including food distribution to the poorest households by WFP, have been suspended.

Widespread reactions in the West Bank to Gaza airstrikes
Palestinians throughout the West Bank, including East Jerusalem, reacted to the Israeli airstrikes in Gaza with a general commercial strike and organized demonstrations, during which two Palestinians, including a 17-year-old boy, were killed (Ramallah) and more than 100 Palestinians were injured-the majority by live ammunition. Four Israeli soldiers were also injured in demonstrations. A demonstration in the Palestinian-controlled area of the city of Hebron (H1) resulted in the injury of five Palestinians when PA security forces opened fire with live ammunition and physically assaulted the demonstrators. The IDF claims that 19 Israelis have been injured in the West Bank. In two separate incidents, Palestinians stabbed five Israeli settlers either in or near Modi’in (Ramallah) and Qedumim settlements (Qalqiliya).

Although Israeli military search operations in the West Bank declined slightly this week (74 vs. 75 of the previous reporting period), there was a sharp increase in the number of Palestinians arrested (75 arrests compared to 56).

Humanitarian aid allowed into the Gaza Strip
The Gaza crossings have remained closed during the reporting period, except for Kerem Shalom crossing, which was partially opened for four days for the entry of humanitarian supplies. A total of 218 truckloads carrying mainly food and medical supplies, were allowed entry to the Gaza Strip. Other Gaza goods crossing including the grains conveyer belt and Nahal Oz fuel pipelines remained closed exacerbating the wheat grain and fuel shortage crisis.

The Karni conveyer belt was open on 26 December for the entry of 25 trucks of wheat (nearly 1,000 tonnes) and 18 trucks of animal feed. As of 31 December, nearly 100 truckloads, including 45 of humanitarian supplies, had been expected to arrive into Gaza during the day through Kerem Shalom.

Until 27 December, the number of Gaza truckloads had been severely reduced to an average of 16 truckloads per day-down from 123 truckloads per day in October and 475 trucks per day in May 2007, before the Hamas takeover.

The lack of cash affects UNRWA programs
The ban on the entry of cash-notes into Gaza has hampered several humanitarian programmes run by UNRWA. As a result, the agency was forced to suspend its cash distribution program to some 94,000 dependent households, as well as payment to beneficiaries in its “cash for work” program and various suppliers of goods and services within Gaza.

Wheat shortage in Gaza
The Gaza Ministry of National Economy has been rationing wheat flour distribution since 26 December, and has ordered wheat flour importers/wholesalers to bypass retailers and distribute or sell wheat received during the week (400Mt) directly to Gaza’s population. Large queues at bakeries continue to be reported, as bread is rationed at fifty pita loaves per extended household per day.

During the week, the Bakery Owners’ association received 17.5 tonnes of cooking gas, thereby allowing the operation of 40 out of 47 pita bread bakeries. The distribution of the Bakery Owners’ association’s wheat flour and cooking gas is organized in a manner that allows for bakeries in almost every neighbourhood, to help minimize population travel in conflict-torn areas.

However, due to the lack of wheat flour and other food items in Gaza, UNRWA food distribution programs to nearly half the population of Gaza (750,000 people) has been suspended since 18 December. As a result, people depending on food distribution and the emergency assistance programs have been adversely affected.

Gaza fuel depletion and electricity outages
After only four days of operation, Gaza’s only power plant shut down on 30 December for the sixth time since 5 November 2008 for lack of fuel and spares parts. At any given time, more than 650,000 residents of Central and Northern Gaza experience power cuts lasting 16 hours per day. (See also health section)

Gaza healthcare in time of crisis
World Health Organization (WHO) reports that although healthcare in Gaza had been initially overwhelmed by the large numbers of Palestinian casualties, it remains functional. Even so, the Central Drug Store reported that 105 drugs and 225 medical supplies of the essential drug and supplies list are still unavailable in Gaza and approximately 20% of ambulances are grounded due to the dearth of spare parts.

Hospitals affected by fuel shortages and electricity failure
The current level of generator fuel at health facilities is sufficient for one month under normal conditions. However, when electricity cuts reach eight hours per day, current fuel levels are only sufficient for 10-14 days. Moreover, as generators are not designed to operate for long hours, the increasing dependence on them is of particular concern.

The referral of patients to Israeli hospitals suspended by the PA in Ramallah
The PA Ministry of Health in Ramallah has recently decided to refer Palestinian patients requiring medical treatment unavailable in Gaza to Egyptian hospitals only, thus suspending the arrangement in regard to Israeli hospitals. As a result, the Palestinian Civil Affairs Committee is no longer submitting requests for that purpose to the Israeli side. Due to current conditions, evacuation of patients in critical conditions through Rafah crossing is not always possible.

Access to water
Palestinian Water Authority to sign fuel payment contract
After nearly five months of non-payment, on 24 December, the Ramallah-based PWA agreed to sign the fuel payment contract with a local supplier, enabling the Gaza Coastal Water Utility (CMWU) to receive its monthly fuel supply. The fuel shipment is mainly used for the operation of drinking water wells and sewage treatment plants. However, CMWU is still in urgent need of other essential equipment and spare parts to provide adequate service to Gaza population. CMWU has been largely dependent on fuel donations from UNRWA, UNICEF, and other humanitarian organizations.

Impact of military operations on water services
IAF airstrikes in Gaza City and east of Jabalia on 27 December extensively damaged two water wells, rendering a population of 30,000 Palestinians without water. To alleviate the situation, CMWU redirected the affected areas to functioning water wells in other areas, thus increasing the burden stress on functioning wells.

Working under fear of being targeted
The use of water piping greatly increases the risk of CMWU employees mistakenly identified by IAF aircraft as militants transporting rockets. Despite increased risks, CMWU operations are ongoing. However, in the event of an Israeli ground operation, CMWU, lacking spare parts, will likely be unable to cope with damages.

Water disinfection materials
Since 5 November, there has been a shortage of chlorine for water treatment, increasing the risk of outbreak of waterborne diseases. An expected one month supply of chlorine (60 tonnes), due on 29 December, was not allowed into Gaza. According to UNICEF, the chlorine currently available in Gaza is enough for only one week.

Source: OFFICE FOR THE COORDINATION OF HUMANITARIAN AFFAIRS

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Palästina/Gaza: Bombardierung geht weiter, Israel droht mit Massakern

January 01st, 2009 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Die israelische Führung hat einen Waffenstillstand kategorisch abgelehnt und droht mit Massakern. Tausende israelische Bodentruppen warten auf den Einmarschbefehl in den Gazastreifen, während die Luft-Angriffe nun schon den sechten Tag anhalten.

Israel hatte am vergangenen Samstag mit der massiven Bombardierung von Hamas-Standorten in dem Palästinensergebiet begonnen. Seither kamen nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens 400 Menschen ums Leben. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind ein Viertel der Opfer Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder.

Die  “Operation Gegossenes Blei” ist die blutigste Offensive der israelischen Armee seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967.

Der israelische Verteidigungsminister Barak hatte am Mittwoch gesagt, Israel sei entschlossen, die Ziele der Militäroperation zu erreichen, nämlich den ständigen Raketenbeschuss militanter Palästinenser unterbinden. Barak betonte, die “Ausweitung und Vertiefung” der Angriffe der Gaza-Offensive werden “nicht kurz und nicht einfach” sein.

Nach Aussagen hochrangiger Militärs ist die Armee zur Schlacht “bereit”. “Wenn jemand glaubt, wir werden uns sanft benehmen, irrt er sich”, sagte ein Befehlshaber gegenüber der israelischen Internet-Zeitung Ynet.

Regen und Sturm machten einen unmittelbaren Einmarsch in den Gazastreifen am Donnerstag zwar unwahrscheinlich. Das Wetter in der Region sollte den Vorhersagen zufolge aber in den kommenden Tagen aufklaren, womit bessere Bedingungen für einen militärischen Angriff gegeben wären.

Entlang der militärischen Sperrzone um den Gazastreifen rüsteten sich die israelische Soldaten in Panzern für einen Angriff. Wenige hundert Meter entfernt warteten Kämpfer der Hamas in Schützengräben auf eine Offensive. Die Palästinenser haben angekündigt, im Falle eines Einmarschs mit einem breit angelegten Netz aus Sprengfallen und Minen der israelischen Armee hohe Verluste zufügen zu wollen.

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Palästina/Gaza: Israel setzt radikale Bomben-Angriffe fort - 300 Tote 1000 Verletzte

December 28th, 2008 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

Die israelische Luftwaffe hat auch am Sonntag ihre Terror Angriffe auf Ziele  im Gazastreifen fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben hat es in der Nacht 22 Luftangriffe gegeben. Die Zahl der Todesopfer stieg nach palästinensischen Angaben auf mehr als 270. Nahezu 1000 Palästinenser wurden verletzt.

Palestine - Palästina - 2008-12-27 - Israelischer Terror - Luftangriff auf Gaza -
© Palestine Think Tank

Israelische Medien berichteten, mehr als 100 Tonnen Sprengstoff seien bei der Operation “Gegossenes Blei” abgeworfen worden. Auch die Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen gingen nach israelischen Medienberichten weiter. Die Zahl der Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen sei verstärkt worden. Auch seien zusätzliche Panzer in den Süden entsandt worden.

Palestine - Palästina - 2008-12-27 - Israelischer Terror - Luftangriff auf Gaza -
© Palestine Think Tank

In Gaza spielten sich chaotische Szenen ab. Auf den Straßen lagen tote Männer in Polizeiuniformen. Im Minutentakt wurden Verletzte in das Schifa-Krankenhaus gebracht. Weil in den Leichenhallen kein Platz mehr war, wurden die Toten laut Augenzeugenberichten in den Gängen gestapelt. Die Ärzte appellierten an die Bevölkerung, Blut zu spenden.

Ein israelischer Militärsprecher bestätigte Berichte, denen zufolge auch eine Moschee getroffen wurde. Es handle sich um eine “Basis für Terroraktivitäten”, sagte er.

Palestine - Palästina - 2008-12-27 - Israelischer Terror - Luftangriff auf Gaza -
© Palestine Think Tank

Nach Angaben von Augenzeugen wurde ein Tanklastwagen in der Nähe von Rafah an der Grenze zu Ägypten getroffen, der in Flammen aufging. Mehrere umliegende Häuser hätten daraufhin ebenfalls Feuer gefangen.

Nach einer Erklärung aus dem Büro Olmerts wurde eine langfristig angelegte Militäroperation bereits am 24. Dezember gebilligt. Olmert sowie Verteidigungsminister Barak und Außenministerin Zipi Livni hätten dann Samstagfrüh die Luftangriffe mit dem Codenamen “Gegossenes Blei” genehmigt.

Unterdessen rollten zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge zu einem möglichen Bodeneinsatz in Richtung Gazastreifen. Nach israelischen Medienangaben wurde die Zahl der Soldaten an der Grenze verstärkt.

Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, Israel werde mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschieren, wenn das notwendig sei.

Olmert schloss auch einen lange andauernden Einsatz nicht aus. “Es könnte einige Zeit dauern, und jeder Einzelne von uns muss Geduld haben, damit wir den Einsatz beenden können”, sagte Olmert.

Der palästinensische Präsident Abbas reiste nach den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen zu Krisengesprächen nach Kairo und Amman gereist. In der ägyptischen Hauptstadt traf er am Sonntagmorgen mit Präsident Mubarak zusammen. Dabei seien Möglichkeiten erörtert worden, die Angriffe zu beenden und den Menschen im Gazastreifen zu helfen, verlautete aus der ägyptischen Präsidentschaftskanzlei.

Der UN-Sicherheitsrat forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe.

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Palästina/Gaza: Fast 200 Tote und hunderte Verletzte nach israelischen Raketen-Angriffen

December 27th, 2008 | Category: Palestine, Palestine/Middle East

In Palästina ist eine neue Runde blutiger Gewalt eröffnet worden. Die israelische Armee begann am Samstag mit massiven Luftangriffen auf den Gazastreifen und zerstörte zivile Einrichtungen der  Hamas. Die Zahl der Opfer ist unklar, Nachrichtenagenturen melden bis zu 195 Tote und über 300 Verletzte.

Israel hatte den Militäreinsatz angedroht, hatte anfangs von “48 Stunden Bedenkzeit” - die israelischen verantwortlichen Stellen wollen sich erst am Sonntag entscheiden - gesprochen. Militärische Beobachter nahmen jedoch an, dass die Angriffe nur wegen dem schlechten Wetter verschoben wurden. Nun ist klar das von Anfang an niemand in der israelischen Regierung an einer friedlichen, diplomatischen Lösung interessiert war, sondern im Gegenteil, die gezielte Ermordung von Menschen im Gaza-Streifen im Vordergrund stand. Der heutige Angriff soll erst der Anfang des Einsatzes gegen die Hamas sein. Diese rief zur Vergeltung auf und feuerte Dutzende Raketen auf Südisrael ab.

Die israelische Regierung verhängte an der südisraelischen Grenze zum Gazastreifen den Ausnahmezustand und forderte die Bewohner auf, Schutzeinrichtungen aufzusuchen. Ägypten öffnete seine Grenze, um palästinensische Verletzte aufzunehmen. Ärzte im größten Krankenhaus in Gaza sagten, sie könnten keine Verletzten mehr behandeln. “Wir haben keinen Platz mehr”, erklärte ein Mediziner im Shifa-Krankenhaus.

Die Luftangriffe begannen gegen Mittag und lösten in der Bevölkerung Panik aus. Hamas-Sicherheitseinrichtungen befinden sich oft mitten in Wohngebieten. Die ersten Raketen schlugen kurz nach Schulschluss ein, als Schüler auf dem Heimweg waren. Nach Angaben des Hamas-Hörfunks kamen mindestens 155 Palästinser ums Leben, die meisten in der Stadt Gaza im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens. Der Sprecher der Hamas-Sicherheitskräfte sagte, dass mehr als hundert der Getöteten Polizisten seien. Unter ihnen befinde sich auch der Polizeichef von Gaza, General Taufik Dschaber. Der israelische Rundfunk meldete, es seien mindestens 40 Ziele angegriffen worden.

Der französische Staatschef und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy verlangte ein unverzügliches Ende der Raketenangriffe auf Israel sowie der israelischen Bombardements. Die USA riefen Israel auf, zivile Opfer zu vermeiden.  Russland forderte beide Seiten zum Gewaltverzicht auf.

Video der israelischen Luft-Angriffe

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