Feb 14
Berlinale 2009: Wer bekommt die Bären?
Die feierliche Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären am Samstagabend läutet nicht nur das Ende der Berlinale ein, sondern zeigt auch, ob die die Jury die Einschätzungen der Kritiker widerspiegelt - oder aus den Angeln hebt.

Jurypräsidentin Tilda Swinton und Jurymitiglied Christoph Schlingensief haben es im Vorfeld und während des Festivals immer wieder durchblicken lassen: Die Entscheidung zumindest über den Goldenen Bären wird eine politische. Das soll aber hoffentlich nicht heißen, dass die (kleinen) Filme aus dem Privaten keine Chance haben. Denn gerade aus dem nichtpolitischen, nichtöffentlichen Raum kamen auf bei den 59. Filmfestspielen einige der stärksten Filme.
Das amerikanische Antikriegsdrama “The Messenger” von Regie-Debütant Oren Moverman hat am Samstag den Friedensfilmpreis der Berlinale gewonnen.
Der von Friedensgruppen gestiftete Sonderpreis wird seit 1986 verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Filme, die ihre ästhetischen Mittel in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellen.
“The Messenger” erzählt die Geschichte zweier US-Soldaten, gespielt von Ben Foster und Woody Harrelson, die Angehörige vom Tod ihrer Männer, Söhne und Väter im Irak zu unterrichten. Der Film zeige mit großer subversiver Kraft, “dass Krieg deformiert und Menschen hilflos und auf immer verletzt zurücklässt”, hieß es am Samstag in der Begründung der Jury für die Auszeichnung.
Berlinale 2009: PanoramaPublikumsPreis
Das Publikum hat entschieden: Der elfte PanoramaPublikumsPreis, verliehen von Radioeins, vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), dem Berliner Stadtmagazin tip und der Sektion Panorama, Berlinale geht an The Yes Men Fix The World (USA 2009), Regie: Mike Bonanno, Andy Bichlbaum, Kurt Engfehr.
Berlinale-Abschlussfilm: “Eden is West”
Als Abschlussfilm wird am Samstagabend nach der mit Spannung erwarteten Bärenverleihung der Film “Eden is West” von Oscarpreisträger Constantin Costa-Gavras gezeigt.
Regisseur und Oscarpreisträger Constantin Costa-Gavras erzählt in “Eden is West” von den Strapazen zehntausender Einwanderer, die versuchen ins vermeintliche Paradies Europa zu gelangen. Diese moderne Odyssee der Einwanderer ist Thema des Abschlussfilms der Berlinale, der am Samstagabend nach der Preisvergabe um 19:30 Uhr außer Konkurrenz im Berlinale-Palast gezeigt wird.
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