Nov 5
Busunglück auf A2 - Ursache noch nicht klar - Bus mit Leichen in Hannover
Nach einem der verheerendsten Busunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland, bei dem auf der A 2 bei Hannover am Dienstagabend 20 Menschen ums Leben kamen, gibt es noch keine Erkenntnisse über die Ursache. Das sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Mittwoch. Der Bus eines hannoverschen Traditionsunternehmens, der auf der Rückfahrt von einer Kaffeefahrt in Flammen aufgegangen war, wurde nach Hannover gebracht.
In dem Fahrzeug befanden sich noch die Leichen. Am Mittwoch begannen Gerichtsmediziner mit der Identifizierung der Opfer. Dies gestaltet sich schwierig.
Es könne noch Tage dauern, bis hier Klarheit bestehe, sagte der Chef der Kriminalpolizei Hannover, Thomas Rochell. Bislang sei unklar, wer überhaupt in dem Bus gewesen sei. Ersten Ermittlungen zufolge könnte eine auf der Toilette gerauchte Zigarette das Inferno ausgelöst haben. 20 Senioren starben, weil sie sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Bus befreien konnten. 13 Fahrgäste im Alter von 45 bis 80 Jahren wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich.
Die Überlebenden stammen nach Angaben von Hannovers Polizeipräsident Uwe Binias aus der Region Hannover.
Einige der Opfer waren laut Busunternehmen stark gehbehindert.
Bei dem Busunglück handelt es sich um das schwerste seit mehr als 15 Jahren. 1992 waren auf einem Autobahnzubringer in der Nähe von Donaueschingen im Schwarzwald 20 Menschen gestorben, 35 wurden verletzt. Im vergangenen Jahr kamen auf der A 14 in Sachsen-Anhalt 13 Mitglieder einer Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen ums Leben, als ihr Bus auf der Fahrt nach Dresden von der Fahrbahn abkam und mehrere Meter die Böschung hinabstürzte.
Quelle: ndr.de
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