Archive for the 'Wirtschaft' Category

UBS: Jahresverlust 19,7 Milliarden Franken - Bonuszahlungen 2,2 Milliarden Franken

February 10th, 2009 | Category: Wirtschaft

Die Schweizer Großbank UBS ist durch die Finanzkrise Ende 2008 noch tiefer in die roten Zahlen geschlittert. Im vierten Quartal fiel nochmals ein Verlust von 8,1 Milliarden Schweizer Franken (5,36 Mrd Euro) an, wie die Bank mitteilte. Für das gesamte Jahr 2008 summierte sich das Minus damit auf 19,7 Milliarden Franken (12,6 Mrd Euro). Auslöser für die neuen massiven Verluste waren unter anderem Wertberichtigungen im Investmentbanking.

Jahresverlust 19,7 Milliarden Franken - Bonuszahlungen 2,2 Milliarden Franken

Zugleich gab die Bank einen Stellenabbau von noch einmal 2000 Mitarbeiter vor allem im Investmentbanking bekannt. Insgesamt werden über 10.000 UBS- Mitarbeiter ihren Job verlieren. Beim Investmentbanking schrumpft die Zahl der Stellen auf 15.000 nach 22.000 vor einem Jahr.

Trotz der Milliardenverluste und des angekündigten Stellenabbaus will die Bank Boni in einer Gesamthöhe von 2,2 Milliarden Franken (1,5 Mrd Euro) auschütten. Im Vergleich zum Vorjahr fallen diese rund 78 Prozent niedriger aus.

Zu den umstrittenen Bonuszahlungen äusserte sich die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma). Die Aufsicht erlaubte für 2008 Bonuszahlungen in Höhe von 2,2 Milliarden Franken. Weil sich durch gewisse Bewertungskorrekturen dieser Betrag noch um 400 Millionen Franken reduziert, werden effektiv variable Löhne im Wert von 1,8 Milliarden Franken ausbezahlt.

Eine Milliarde davon seien Leistungen, welche  die UBS den Mitarbeitern vertraglich zugesichert habe, so die Finma. Angesichts der enormen Verluste und des milliardenschweren Rettungspakets des Bundes waren die Boni in der  Schweizer Öffentlichkeit auf massive Kritik gestossen.

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Karl-Theodor zu Guttenberg soll Nachfolger von Michael Glos werden

February 09th, 2009 | Category: Wirtschaft

CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg soll Nachfolger des deutschen Wirtschaftsministers Michael Glos (ebenfalls CSU) werden. Das verlautete am Montag aus Unionskreisen. Als neuer Generalsekretär ist der Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt vorgesehen. Offiziell will Parteichef Horst Seehofer seine Entscheidung später am Tag in München bekanntgeben.Der 37-jährige Guttenberg macht damit gut drei Monate nach seiner Ernennung zum Generalsekretär einen erneuten Karrieresprung. Seine ursprüngliche Aufgabe war es, die Partei nach der Schlappe bei der Landtagswahl zusammen mit dem neuen CSU-Chef Seehofer neu auszurichten.

Karl-Theodor zu Guttenberg soll Nachfolger von Michael Glos werden

Glos hatte Seehofer am Samstag überraschend um seine Entlassung aus Altersgründen gebeten, was dieser jedoch ebenso überraschend ablehnte. Das Hickhack in der CSU hatte die Bundesregierung kalt erwischt, die Opposition forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, ein Machtwort zu sprechen.

Am Sonntagabend verständigten sich Seehofer und Glos darauf, dass der amtsmüde Minister gehen darf. Als sein Nachfolger - der Wirtschaftsminister ist prinzipiell auf dem CSU-Ticket - wurde neben Guttenberg auch der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon gehandelt. Für Guttenberg sprach möglicherweise, dass er Franke ist und damit der Regionalproporz innerhalb der CSU erhalten bleibt.

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Ölmulti Shell: Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise 30 Milliarden Dollar Rekordgewinn

January 29th, 2009 | Category: Wirtschaft

Der Ölmulti Shell hat im vergangenen Jahr, trotz Finanz- und Weltwirtschaftskrise, erneut mit einem Milliardengewinn aufgewartet. Das Plus lag bei mehr als 30 Milliarden Dollar - Rekord.

Trotz gesunkener Erdölpreise hat der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell 2008 seinen Jahresgewinn erneut deutlich gesteigert. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Allerdings verbuchte der nach Marktwert zweitgrößte private Erdölkonzern der Welt im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von fast zwei Milliarden Dollar.

Wegen deutlich gesunkener Ölpreise sowie des Rückgangs der Nachfrage nach Erdöl sanken bei Shell in den letzten drei Monaten des Jahres 2008 die Gewinne von 6,7 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum 2007 auf nun 4,8 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Ölpreis war 2008 wegen der weltweiten Konjunkturschwäche von einem Rekordhoch im Sommer mit fast 150 Dollar pro Barrel (159 Liter) zum Jahresende zeitweise unter 40 Dollar gefallen. In den vergangenen Jahren hatten stetig steigende Ölpreise den Konzernen enorme Gewinne beschert.

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Adolf Merckle hat wegen zu grosser Schulden den Freitod gewählt

January 07th, 2009 | Category: Wirtschaft

Der in schwere finanzielle Schwierigkeiten geratene Pharma-Milliardär Adolf Merckle ist tot.
Adolf Merckle hat wegen zu grosser Schulden den Freitod gewählt
Merckle hatte sich am Montag in Blaubeuren bei Ulm von einem Zug überfahren lassen. Die wirtschaftliche Notlage seiner Unternehmen habe den 74-Jährigen gebrochen, teilte die Familie mit.

Fremdverschulden wird von den Ermittlern ausgeschlossen. Die Ulmer Polizei bestätigte  den Tod einer männlichen Person an der Bahnstrecke, wollte aber zunächst zur Identität keine Angaben machen.

Adolf Merckles wankendes Firmenimperium steht dennoch kurz vor der Rettung. Die Banken sollen unmittelbar vor einer endgültigen Zustimmung des notwendigen Überbrückungskredits stehen. Vor seinem Tod soll Merckle noch alle notwendigen Unterlagen unterschrieben haben.

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Japan: Exporte wegen lahmender Weltwirtschaft dramatisch eingebrochen

December 22nd, 2008 | Category: Wirtschaft

Japans Exportwirtschaft erleidet stärksten Einbruch seit Jahren.

Die japanischen Exporte sind wegen der lahmenden Weltwirtschaft dramatisch eingebrochen. Die Ausfuhren gingen im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,7 Prozent auf umgerechnet 42,3 Milliarden Euro zurück. Der Einbruch führte zu einem Handelsdefizit von umgerechnet 1,8 Milliarden Euro. Am stärksten betroffen ist die japanische Autoindustrie. Mit einem Minus von 31,9 Prozent brachen die Autoverkäufe ein. Toyota schreibt voraussichtlich erstmals in seiner Geschichte rote Zahlen.

Für das im März endende Geschäftsjahr erwarte das Unternehmen einen operativen Verlust von 150 Milliarden Yen (1,22 Milliarden Euro), teilte Toyota-Chef Katsuaki Watanabe am Hauptsitz im japanischen Nagoya mit. Bisher hatte der Konzern noch einen Betriebsgewinn von 600 Milliarden Yen erwartet.

Das wäre der erste Verlust für Toyota seit dem Jahr 1940, als das Unternehmen erstmals Zahlen veröffentlichte. Toyota senkte auch seine Prognose für den Nettogewinn deutlich. Unter dem Strich hofft das Unternehmen nun noch auf einen Gewinn von 50 Milliarden Yen. Zuvor hatte Toyota mit 550 Milliarden Yen mehr als das Zehnfache angepeilt. Auch die Umsatzziele nahm Toyota zurück.

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Bernard Madoff scam releases flood of anti-Semitic comments

December 20th, 2008 | Category: Wirtschaft

“Jews are always a convenient scapegoat in times of crisis, but the Madoff scandal and the fact that so many of the defrauded investors are Jewish has created a perfect storm for the anti-Semites,” Abraham H. Foxman, ADL National Director, said in a press release published by the organization. “Nowadays, the first place Jew-haters will go is to the Internet, where they can give voice to their hateful ideas without fear of repercussions.”

“Blogging and social media sites are changing the way people communicate their reactions to events in the news and interact with each other,” Foxman continued. “More people are online than ever before, and many more Web sites offer users the ability to comment immediately and anonymously. Those who harbor anti-Semitic beliefs feel most comfortable expressing themselves in cyberspace, where they can provoke a reaction from others or find like-minded individuals to affirm their beliefs.”

Dozens of private investors, philanthropic foundations and banks fell victim to the scandal, which rocked the already shaky financial world. Madoff has since been ordered by a court to remain confined to his Manhattan apartment pending further legal proceedings.

Popular news sites in New York and Florida - the two epicenters of the Madoff story - have seen their share of anti-Semitic posts since the scandal broke. At one point the comment section of The Palm Beach Post featured numerous anti-Jewish posts (subsequently removed by the site’s administrators); other high-traffic sites with anti-Semitic posts have included the comment-enabled sections of the South Florida Sun-Sentinel, Forbes, New York Magazine, the New York Post, and Israeli web sites of Ha’aretz and The Jerusalem Post.

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Nach Bernard L. Madoff Pleite: Auch Anleger aus Europa betroffen

December 15th, 2008 | Category: Wirtschaft

Von  dem Zusammenbruch des Investitionsfonds von Ex-Nasdaq-Chef Bernard Madoff sind auch etliche Großbanken in Europa, Wohltätigkeitsorganisationen und Privatpersonen betroffen.

Die französische BNP Paribas bezifferte den möglichen Schaden auf 350 Mio. Euro, das ohnehin angeschlagene belgisch-französische Institut Natixis fürchtet Verluste von bis zu 450 Mio. Euro. Die Kunden der spanischen Gruppe Santander legten insgesamt 2,33 Mrd. Euro bei Madoff an. Geld, das möglicherweise vollständig verbrannt ist. UniCredit berichtete am Montag, sie hätte 75 Millionen Euro in dem zusammengebrochenen Investmentfonds Madoffs angelegt.

Die Ermittler in New York fürchten Verluste von insgesamt 50 Mrd. Dollar, neben Banken hatten auch Dutzende Wohltätigkeitsorganisationen und Privatpersonen ihr Geld bei dem als seriös geltenden 70-Jährigen angelegt. Der Fall traf die Aufsichtsbehörden völlig unvorbereitet.

Laut der Oesterreichischen Nationalbank haben österreichische Privatanleger 350 Mio. Euro in die von dem Skandal zumindest indirekt betroffenen Primeo-Fonds von Pioneer Alternative Investment Management und in die von der Bank Medici angebotenen Herald Fonds investiert. Wieviel davon bei Madoff veranlagt wurde ist aber unklar.

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Finanzhilfe für US-Autoindustrie ist im Senat gescheitert

December 12th, 2008 | Category: Wirtschaft

Washington (AFP) - Die Gespräche im US-Senat über staatliche Finanzhilfen in Milliardenhöhe für die angeschlagene Autoindustrie des Landes sind gescheitert.

Der Mehrheitsführer der Demokraten, Harry Reid, zeigte sich tief enttäuscht angesichts der ausgebliebenen Einigung. Auch weitere Verhandlungen in den kommenden Tagen hätten wenig Aussicht auf Erfolg. Reid hatte sich zu Beginn der Gespräche noch zuversichtlich über eine mögliche Einigung geäußert.

Das US-Repräsentantenhaus hatte am Mittwoch Finanzhilfen in Höhe von bis zu 14 Milliarden Dollar (rund 10,5 Milliarden Euro) für die Autoindustrie mehrheitlich zugestimmt. Die Kredite aus dem Rettungspaket sollen vor allem den angeschlagenen Konzernen General Motors und Chrysler zugute kommen, die nach eigenen Angaben ohne Hilfe noch vor Jahresende Konkurs anmelden müssten.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) startete mit einem deutlichen Minus in den Handel, auch in Asien stürzten die Börsenkurse ab.

Nach dem Scheitern des Rettungspakets im Senat sank der Dollarkurs in Tokio auf ein 13-Jahres-Tief. Er kostete zeitweise unter 90 Yen. Die Kurse an der Börse in Tokio fielen um mehr als fünf Prozent. Auch in Hongkong gaben die Kurse um 6,5 Prozent nach. Der Dax verzeichnete in der ersten Handelsstunde einen Abschlag von fast 4,5 Prozent und notierte zeitweise bei 4555,70 Punkten.

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Finanzkrise: Anleger um 50 Milliarden Dollar betrogen - Ex-Nasdaq Chef Bernard Madoff

December 12th, 2008 | Category: Wirtschaft

Ein ehemaliger Chef der US-Technologiebörse Nasdaq ist unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Bernard Madoff wird verdächtigt, Investoren um mindestens 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben, wie die Ermittler in New York mitteilten. Madoff wurde am Donnerstag festgenommen und später gegen eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar wieder freigelassen.

Ex-Nasdaq Chef Bernard Madoff

Der 70-Jährige betrieb nach Angaben der Ermittler seit 1960 ein Investmentberatungs-Unternehmen und war bereits seit mehreren Jahren zahlungsunfähig. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu fünf Millionen Dollar.

Ihm wird vorgeworfen, mittels eines Hedge-Fonds ein Schneeballsystem aufgebaut zu haben, bei dem Investoren hohe Gewinne versprochen werden, die zunächst mit dem Geld weiterer Anleger bezahlt werden. Madoff hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft zugegeben, dass sein Geschäft seit Jahren zahlungsunfähig sei. Leitenden Angestellten seiner Firma soll er laut Anklage eingestanden haben: “Es ist alles eine große Lüge.” “Im Grunde” habe es sich um ein “riesiges Schneeballsystem” gehandelt. Sollten sich die Vorwürfe gegen Madoff bestätigen, wäre es einer der größten Betrugsfälle in der US-Geschichte, vergleichbar dem Enron-Skandal von 2001.

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Weltmarktpreis für russisches Erdöl ist auf unter 35 Dollar pro Barrel gefallen

December 08th, 2008 | Category: Wirtschaft

Moskau. Der Weltmarktpreis für russisches Erdöl ist auf unter 35 Dollar pro Barrel gefallen. Das entspricht dem Stand Juli 2004 und ist tiefer als die bisher pessimistischsten Etat-Prognosen. Aber das ist nicht der Tiefpunkt berichtet die russische Wirtschaftszeitung “Wedomosti” heute.

Der Preis für russisches Rohöl der Marke Urals ist am vergangenen Freitag um 14,5 Prozent auf 35,6 Dollar in Rotterdam und 34,9 Dllar (minus 16,2 %) am Terminal Augusta gefallen.

Die Preise stürzen so steil in den Keller, dass die Exportzölle nicht schnell genug angepasst werden. Die Zölle für Januar sind bisher auf dem Niveau von 45 Dollar pro Barrel kalkuliert. Der Exportzoll beträgt im Prinzip jeweils etwa 20 % des Weltmarktpreises.

Wie “Wedomosti” schätzt, verliert der russische Staat bei jedem Dollar, um den der Ölpreis sinkt, 2,2 Milliarden Rubel (ca 62 Mio Euro) pro Jahr. Bei einem Ölpreis von 30 Dollar im Jahresdurchschnitt verliert der Staatshaushalt 3,5 Trillionen Rubel - was dem Umfang der Staatsrücklagen im Stabilisierungsfond von 3,7 Trillionen () fast entspricht.

Nach Expertenschätzungen ist damit aber noch nicht der schlimmste Fall beschrieben. Die Wirtschaftskrise in China, einem der energiehungrigsten Staaten der Welt, kann dazu führen, dass der Ölpreis sogar auf 25 Dollar absackt.

Gleichzeitig ruft die OPEC Russland auf, die Ölförderung zu drosseln, um den internationalen Preisverfall abzubremsen.

Für Russland kommen zu den Problemen aus Öl- und Gasexportrückgang noch die hausgemachten Wirtschaftsprobleme dazu. Bisher wird allgemein davon ausgegangen, dass der Krisentiefpunkt für Russland im April erreicht sein könnte.

Quelle: Russland-Aktuell

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