Apr 17
Eislingen: Vierfachmord aufgeklärt - Freund gesteht Tat
Die Polizei hat den vierfachen Mord im baden-württembergischen Eislingen offenbar aufgeklärt. Der 19-jährige Freund des Sohnes legte nach Angaben der Ermittler ein Geständnis ab: Danach habe er zusammen mit dem 18-jährigenSohn der Familie dessen Eltern und Schwestern erschossen.

Die Emittlungen zum konkreten Tatablauf und Motiv dauern noch an. Der 19-Jährige machte zudem Angaben zum Waffenversteck. Die Tatwaffen wurden in einem Waldstück am Stadtrand von Eislingen gefunden. Weitere Waffen aus dem Einbruch bei der Schützengilde Eislingen lagen auf einem Dachboden.
Das Motiv ist allerdings noch völlig unklar, der Sohn hat die Tat nicht gestanden und schweigt zum Geschehen.
Nach Angaben des Leiters der Sonderkommission, Armin Reutter, kann der Tatablauf in zwei Phasen eingeteilt werden: In eine erste Phase am Gründonnerstag bis Mitternacht, und eine zweite Phase am frühen Karfreitag.
In der ersten Phase wurden demnach die Töchter im Dachgeschoss des Hauses erschossen, während die Eltern in einer Gaststätte waren. Beide lagen im Bett, der Fernseher lief noch. An den Schwestern fanden sich neun beziehungsweise zehn Einschüsse.
Gegen 0.30 Uhr verließen die Eltern dann die Gaststätte und gingen nach Hause, wo sie im Eingangsbereich noch in Straßenkleidung erschossen wurden. Beim Vater wurden acht Einschüsse festgestellt, bei der Mutter drei. Auffällig sei, dass keiner aus der Nachbarschaft Schüsse gehört habe, sagte Reutter.
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