Jul 30

Olympiade Peking: Regierung schränkt Internet für Journalisten ein - Websites gesperrt

Category: News posted by: einstein



Der Zugang zum Internet für Journalisten während der Olympischen Spiele wird eingeschränkt, wie chinesische Behörden am Mittwoch mitteilten. Man werde einen ausreichenden Internet-Zugang bereitstellen. Mehrere Websites wurden allerdings gesperrt, so die Behörden weiter. Betroffen sind die Seiten von Menschenrechtsorganisationen, aber auch internationale News-Seiten. Damit hält China eine wichtige Zusage nicht ein. Das Internationale Olympische Komitee hatte im April versprochen, dass China die Internet-Zensur aufheben werde.

Laut Journalistenangaben sind etwa Seiten wie jene von Amnesty International der BBC, der Deutschen Welle, der Hongkonger Zeitung “Apple Daily” und der taiwanischen “Liberty Times” nicht zugänglich. Die Organisatoren verteidigten hingegen die Zensur und bezeichneten den Internetzugang als “ausreichend”. Auch das IOC rückte unterdessen von seinem Versprechen ab, dass die ausländischen Journalisten in Peking freien Zugang zum Internet haben werden.

Ausserdem wurde bemängelt, dass die Internet-Verbindungen im Medienzentrum sehr langsam seien. Offenbar solle die Nutzung des Netzes erschwert werden, sagten einige Reporter. Das IOC hatte sich verpflichtet, das Internet bis zur “Zeit der Spiele” voll nutzbar zu machen.

Zwei ranghohe Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Hein Verbruggen und Kevan Gosper, hatten im April erklärt, China werde die Internet-Zensur für internationale Journalisten während der Olympischen Spiele aufheben.

“Meine Sorge und Verantwortung ist es sicherzustellen, dass über die Wettkämpfe für die ganze Welt offen berichtet wird”, sagte Gosper und weiter “Ich bin enttäuscht, dass der Zugang nicht größer ist. Aber ich kann den Chinesen nicht sagen, was sie tun sollen”.

Für die Menschenrechtsorganisation Olympic Watch steht die Glaubwürdigkeit des IOC auf dem Spiel. Es müsse seine “unwirksame Strategie der stillen Diplomatie beenden und öffentlich zu einem Ende der Zensur in China aufrufen”, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung.
Die ausländischen Journalisten müssten in Peking in der Lage sein, auf alle verfügbaren Informationen zurückgreifen zu können, einschließlich solcher über die Verfolgung von chinesischen Bürgerrechtlern in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. Auch die Sportler im olympischen Dorf müssten unzensierten Zugang zum Internet haben.
 

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