Feb 10
UBS: Jahresverlust 19,7 Milliarden Franken - Bonuszahlungen 2,2 Milliarden Franken
Die Schweizer Großbank UBS ist durch die Finanzkrise Ende 2008 noch tiefer in die roten Zahlen geschlittert. Im vierten Quartal fiel nochmals ein Verlust von 8,1 Milliarden Schweizer Franken (5,36 Mrd Euro) an, wie die Bank mitteilte. Für das gesamte Jahr 2008 summierte sich das Minus damit auf 19,7 Milliarden Franken (12,6 Mrd Euro). Auslöser für die neuen massiven Verluste waren unter anderem Wertberichtigungen im Investmentbanking.

Zugleich gab die Bank einen Stellenabbau von noch einmal 2000 Mitarbeiter vor allem im Investmentbanking bekannt. Insgesamt werden über 10.000 UBS- Mitarbeiter ihren Job verlieren. Beim Investmentbanking schrumpft die Zahl der Stellen auf 15.000 nach 22.000 vor einem Jahr.
Trotz der Milliardenverluste und des angekündigten Stellenabbaus will die Bank Boni in einer Gesamthöhe von 2,2 Milliarden Franken (1,5 Mrd Euro) auschütten. Im Vergleich zum Vorjahr fallen diese rund 78 Prozent niedriger aus.
Zu den umstrittenen Bonuszahlungen äusserte sich die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma). Die Aufsicht erlaubte für 2008 Bonuszahlungen in Höhe von 2,2 Milliarden Franken. Weil sich durch gewisse Bewertungskorrekturen dieser Betrag noch um 400 Millionen Franken reduziert, werden effektiv variable Löhne im Wert von 1,8 Milliarden Franken ausbezahlt.
Eine Milliarde davon seien Leistungen, welche die UBS den Mitarbeitern vertraglich zugesichert habe, so die Finma. Angesichts der enormen Verluste und des milliardenschweren Rettungspakets des Bundes waren die Boni in der Schweizer Öffentlichkeit auf massive Kritik gestossen.
No Comments
Leave a comment